1909 an der Dresdner Peripherie mit der Idee gegründet, Wohnen und Arbeit, Kultur und Bildung städtebaulich miteinander zu verbinden, etablierte sich die Gartenstadtsiedlung Hellerau bis zum Ersten Weltkrieg als wichtiges Zentrum für Theater und Tanz, Architektur und bildende Künste. Die Geschichte Helleraus war Ausgangs- und zugleich Bezugspunkt dieser Ausstellung des Neuen Sächsischen Kunstvereins (NSVK) in Kooperation mit dem dort angesiedelten Europäischen Zentrum der Künste und der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig. Aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts nahmen die Ausstellungsmacher die ursprüngliche Idee der Gartenstadt wieder auf: Die Arbeiten der internationalen bildenden und performativen Künstler analysierten und kommentierten vor Ort den spezifischen historischen und architektonischen Kontext und trugen damit zum aktuellen Diskurs um Gedächtniskultur und Erinnerungspolitik bei.
Regelmäßige Theater- und Tanzvorstellungen im Festspielhaus begleiteten die Schau, die damit ein Zeichen setzte, dass die unterbrochene Tradition des Austausches zwischen den verschiedenen Kunstgattungen in Hellerau Zukunft hat. Anlässlich seines 20jährigen Bestehens markierte der NSVK mit dieser ersten Ausstellung an seinem neuen Standort in Hellerau den Beginn einer langfristigen Ausstellungstätigkeit.

Kuratorin: Ilina Koralova
Künstler/innen: Martin Dammann, Heike Gallmeier, Oliver Kossack, Daniela Kostova (BG/USA), Kristina Leko (HR), Via Lewandowsky, Marion Porten, Jozef Robakowski (P), Isa Rosenberger (A), Egill Saebjornsson (IS), Tilo Schulz, Sean Snyder (USA), Adrien Tirtiaux (B/A), Frank Voigt, Petra Lorenz

Kon­takt

Neuer Sächsischer Kunstverein e.V.

Karl-Liebknecht-Straße 56

01109 Dresden Hellerau

www.saechsischer-kunstverein.de