Im Alter von 17 Jahren nahm der spätere Wissenschaftler, Autor und Revolutionär Georg Forster als Zeichner an James Cooks zweiter Weltumseglung teil. Dem Geist der aufkeimenden Aufklärung entsprechend war es seine Aufgabe, die Pflanzen- und Tierwelt unbekannter Regionen festzuhalten. Schon bald sorgten auch seine Berichte und Essays für Furore bei den Zeitgenossen in Europa. Forster setzte Maßstäbe in der vorurteilsfreien Begegnung mit dem Fremden und gilt heute als Pionier der Reisebeschreibung.
Die Kunsthalle Mainz nahm das Erbe Forsters als Anregung für Kunst und aktuellen Diskurs zu den Themen Existenz, Eigen- und Fremderfahrung in der globalisierten Welt. Für die Ausstellung „Forster 1754 - 2015“ hat sie die international tätigen Künstler Lothar Baumgarten, Camille Henrot und Friedemann von Stockhausen eingeladen, sich mit dem Wirken Georg Forsters auseinanderzusetzen. Es wurden sowohl bereits bestehende Arbeiten gezeigt, als auch neue, raumbezogene Werke. Die Schau wurde gemeinsam mit dem Peabody Essex Museum in Massachusetts kuratiert, das sich auf das Zeitalter der Entdeckungen und frühen Globalisierung spezialisiert hat. Zwei Filmscreenings sowie ein Themenabend werden im PEM stattfinden, weitere Ausstellungs- und Veranstaltungsorte sind u. a. das Museum der Weltkulturen in Frankfurt am Main und das Weltmuseum Wien.

Künstlerische Leitung: Stefanie Böttcher
Kuratoren: Trevor Smith (US), Thomas D. Trummer, Stefanie Böttcher
Künstler/innen: Lothar Baumgarten, Camille Henrot (FR), Friedemann von Stockhausen

Kon­takt

Kunsthalle Mainz

Am Zollhafen 3–5

55118 Mainz

www.kunsthalle-mainz.de