Gefangensein ist eine psychische und physische Extremsituation, die in vielen künstlerischen Werken der letzten Jahre thematisiert wird. Unter dem Titel "Geschlossene Gesellschaft" präsentierten die KW Institute for Contemporary Art in Berlin sowohl bereits bestehende als auch eigens für die Ausstellung geschaffene Arbeiten von rund zwanzig internationalen Künstler/innen aus zwölf Ländern.
Der staatlich organisierte Zugriff auf seine Bürger ist auch in demokratischen Systemen ein entscheidendes Thema. Wie gehen wir mit steigenden Inhaftiertenzahlen um, mit teilprivatisierten Gefängnissen und Debatten um die Rechtmäßigkeit von Folter? Wie verändern Strafen Individuen? Was bedeuten Freiheitsentzug, Isolation und Folter für die Gefangenen und was folgt daraus für die Gesellschaft? Die künstlerischen Arbeiten gingen diesen und anderen Fragen nach und setzten sich mit Inhaftierung, Ausgrenzung und Freiheitsverlust auseinander. Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm ergänzte und diskutierte die Inhalte der Ausstellung.

Künstlerische Leitung: Susanne Pfeffer
Künstler/innen: Manon de Boer (NL), Robert Bresson (F), Hans-Peter Feldmann, Miroslaw Kijowicz (PL), Angela Melitopoulos, Gianni Motti (I), Chloe Piene (US), Wolfgang Plöger, Jeroen de Rijke / Willem de Rooij (NL), Gregor Schneider, Norbert Schwontkowski, Taryn Simon (USA), Fiona Tan (ID), Clemens von Wedemeyer

Kon­takt

Kunst-Werke Berlin e.V.

Auguststraße 69

10117 Berlin

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