Der menschliche Körper ist Thema fast aller Arbeiten des international bekannten britischen Künstlers Antony Gormley (*1950). Meist bedient er sich seines eigenen Körpers als Vorlage für seine Skulpturen, mit denen er den Zusammenhang zwischen Körper und Umgebung erforscht.
Die Installation in den Hamburger Deichhallen kam ohne Nachbildungen menschlicher Körper aus, bot den Besuchern aber gleichwohl die Möglichkeit, auf spektakuläre Weise ihre Wahrnehmung von Körper, Raum und Bewegung zu ergründen. Im Mittelpunkt stand eine raumgreifende, frei im Raum schwebende Plattform von fast 4.000 m² Fläche, angefertigt aus hochglänzendem schwarzen Epoxidharz. Durch die Bewegungen der Besucher auf der Plattform wurde diese in leichte, kaum wahrnehmbare Schwingungen versetzt; die glänzende Oberfläche verdoppelte dabei die Ansicht von Mensch und Raum und wirkte wie ein gigantischer, waagerechter Spiegel. Der unter der Plattform befindliche Raum vermittelte hingegen den Eindruck einer Unterwelt, die nur spärlich beleuchtet ist. Die ortsspezifische Skulptur zielte auf eine umfassende ästhetische und körperliche Erfahrung. Das Projekt kann insgesamt als ein waagerecht im Raum aufgespanntes Gemälde aufgefasst werden, auf dem die Besucher zu Figuren auf einem freischwebenden und nicht definierten Grund wurden.
Neben dem regulären Besucherverkehr wurde die Installation auch als Bühne und Veranstaltungsraum, u.a. für Performances, genutzt.

Künstlerische Leitung: Dirk Luckow, Künstler: Antony Gormley (GB)

Kon­takt

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1-2

20095 Hamburg

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