Angesichts rasanter technologischer Erneuerungen und tiefgreifender klimatischer wie geologischer Veränderungen wird die Vorrangstellung des Menschen zunehmend in Frage gestellt. Ist das humanistische Bild vom Menschen als ‚Maß aller Dinge‘ noch haltbar? Die Ausstellung „Inhuman“ versammelte internationale Positionen junger bildender Künstler/innen, die in ihren Arbeiten gegenwärtige humanoide Körpermodelle untersuchen, die über Avatare, Cyborgs und andere Zwitterwesen hinausreichen. Sie führen vor Augen, dass sich bereits der Mensch von heute in einem Zwischenstadium verschiedenster Grade von Entsubjektivierung befindet und veranschaulichen so dystopische Aspekte dieser Entwicklung. Ex negativo sollte das Konstrukt des ‚Menschen‘ überdacht, sollten neue Entwürfe des Humanen erarbeitet werden, die den rasanten Veränderungen unserer Gegenwart Rechnung tragen. Während eines begleitenden Symposiums widmeten sich zeitgenössische Philosophinnen und Philosophen Aspekten des Post- und Inhumanen. Ein umfassendes Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm flankierte die Schau, die darauf abzielte, einen wesentlichen Beitrag zur Debatte um ein neues Menschenbild zu leisten.

Künstlerische Leitung: Susanne Pfeffer
Künstler/innen: Julieta Aranda (MX), Dora Budor (HR), Andrea Crespo (US), Nicolas Deshayes (FR), Aleksandra Domanović (YU), David Douard (FR), Jana Euler, Cécile B. Evans (US), Melanie Gilligan (CA), Oliver Laric (AT), Johannes Paul Raether, Pamela Rosenkranz (CH), Stewart Uoo (US), Lu Yang (CN), Anicka Yi (KR) u.a.

Kon­takt

Museum Fridericianum

Friedrichsplatz 18

34117 Kassel

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