Am 18. Mai 2007 wurden drei Plastiken in Bamberg eingeweiht: eine Arbeit des deutsch-japanischen Künstlers Kazuo Katase, ein Kunstwerk des israelischen Künstlers Micha Ullman sowie eine Plastik des Portugiesen Rui Chafes. Die Eröffnungsveranstaltung fand in der St. Michaelskirche in Bamberg statt. Daran schloß sich eine Begehung und Besichtigung der drei Plastiken an: vom ehemaligen Weinberg auf dem St. Michaelsberg, in dem die Arbeit "Wand(e)lung"von Kazuo Katase steht, über den Domplatz zur Bodenarbeit Micha Ullmans an der Stelle des Nabels der Welt führte der Spaziergang in die St. Stephanskirche, in deren Innenraum die Arbeit Rui Chafes' mit dem Titel "Stärker als der Tod" platziert ist.

Die Eröffnungsveranstaltung in Bamberg markierte den Beginn eines Skulpturenweges: in verschiedenen Orten im In- und Ausland sollen Kunstwerke an die engen geschichtlichen Bezüge zum Bistum Bamberg erinnern.

Das Kunstprojekt wird in acht weiteren Städten der Diözese Bamberg und in drei weiteren Städten, nämlich in Chichester (England), Stettin (Polen) und Villach (Österreich) fortgesetzt. In jeder dieser Städte schufen international bekannte Bildende Künstler Kunstwerke: so konzipierte Jaume Plensa seine Arbeit für Ansbach, Jan Koblasa errichtete eine Skulptur in Forchheim, Kay Winkler arbeitete für Fürth, Bernar Venet für Bayreuth, Kiki Smith schaffte ein Kunstwerk für die St. Elisabethkirche in Nürnberg und Rolf Wicker errichtete eine Holzinstallation für die Festung Rosenberg in Kronach.

Die Villa Concordia

Das Bamberger Künstlerhaus Villa Concordia wurde im Jahr 1997 vom Freistaat Bayern gegründet, um die kulturellen Beziehungen zu anderen europäischen Ländern zu vertiefen und den europäischen Gedanken zu fördern. Die Villa Concordia fördert Stipendiaten aus Deutschland und dem europäischen Ausland in den Bereichen Kunst, Literatur und Musik. In den vergangenen Jahren hat sie zudem im Stadtraum Bambergs eine Reihe von Ausstellungen mit Großplastiken bekannter Bildhauer realisiert (z.B. Fernando Botero, Bernhard Luginbühl).

Für das 1000jährige Gründungsjubiläum des Bistums Bamberg plante die Villa Concordia internationale Begegnungen von Künstlern, die vorwiegend im Medium Skulptur arbeiten. Einen Schwerpunkt sollte dabei die Beschäftigung mit dem Ort Bamberg und seiner Geschichte bilden sowie die europäische Dimension des Bistums Bamberg, das seit seiner Gründung enge Beziehungen zu Orten wie Villach, Basel, Luxemburg, Bobbio und Stettin unterhielt. Inhaltlich erhoffte sich die Villa Concordia Beiträge, die sich mit Themen wie dem Respekt vor der Überzeugung und der Weltanschauung anderer (z.B. mit Blick auf die Geschichte jüdischen Lebens in den Städten des Bistums), mit historischen Phänomenen wie Säkularisation und Reformation oder der geschichtlichen Entwicklung des Europagedankens auseinandersetzen.

Kon­takt

Internationales Künstlerhaus
Villa Concordia

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