Das Projekt startet mit der Inszenierung „Marat/Sade“ von Peter Weiss in den Kammerspielen des Schauspiel Bochum, die den Ausbruch aus der geschlossenen Psychiatrie und die Umwälzung vorhandener Machtstrukturen verhandelt. In Anlehnung an die Anti-Psychiatrie-Bewegung des Sozialistischen Patientenkollektivs der 1970er Jahre, wird das Geschehen am Ende des Stücks auf die Straße verlagert, die Revolution gipfelt schließlich in einer perfomativen Prozession zwischen Gent und Bochum. Das zweite Projekt „Das Narrenschiff“ von Sebastian Brant wird am NT Gent in Zusammenarbeit mit inklusiven Gruppen aus Belgien inszeniert - ein Happening, bei dem bald nicht mehr klar ist, wer Zuschauer*in und wer Performer*in ist. Das Projekt thematisiert die Zusammenarbeit zwischen Schauspielensembles und freien Performer*innen mit und ohne psychische Krankheit bzw. geistiges Handicap. Es geht um Narren, Revolutionäre, psychiatrische Anstalten, Schiffsreisen und Outsider Art.

Kon­takt