Die sich globalisierende Welt sieht sich heute mit einer neuen Realität konfrontiert: An Stelle herkömmlicher, staatlicher Territorialgrenzen strukturieren zunehmend neue, private, wirtschaftliche und sicherheitstechnische Grenzen den Globus. Das internationale Projekt Island & Ghettos beschäftigte sich mit Phänomenen territorialer Ein- und Ausgrenzungen. In einer Ausstellung mit Arbeiten von 35 Künstlern untersuchte der Heidelberger Kunstverein zwei Beispiele für die Tendenz zur sozialen "Verinselung": die künstlichen Inselgruppen vor Dubai als ästhetische Überhöhung sozialer Abgrenzung und die "gated communities" von Caracas - Wohnkomplexe der Ober- und Mittelschicht, die gegen die verarmten "barrios" abgesichert sind. Die Ergebnisse gemeinsamer Recherchen diskutierten die beteiligten Künstler zusammen mit lokalen Architekten und Urbanisten auf verschiedenen Symposien.

Künstlerische Leitung: Johan Holten (DK)
Co-Kuratoren und Recherche: Stefan Horn (D), Kevin Mitchell (USA), George Katodrytis (GR), Hubert Klumpner (A) und Alfredo Brillembourg (YV)
Künstler/innen: Ursula Biemann (CH), Angela Sanders (CH), Sabine Bitter und Helmut Weber (A), Simone Bitton (A), Stefano Boerri und Multiplicity (I), Christoph Büchel (CH), Oliver Chanarin (GB) und Adam Broomberg (ZA), Nikolaj Larsen (DK), Bettina Lockemann, Dorit Margreiter (A), Marjetica Potrè (SLO), Daniela Rossel (MEX), Andreas Siekmann, Vangelos Vlahos (GR), Silke Wagner, Carey Young (GB), u.a.

Veranstaltungsorte und -zeitraum:
Heidelberger Kunstverein, Mannheimer Kunstverein, Forum 76-Heidelberg, Ruprecht-Karls-Universität-Heidelberg, Frühjahr und Sommer 2008

Ab März 2009 zeigten die NGBK zusammen mit dem Kunstraum Kreuzberg die Ausstellung in leicht geänderter Version im Künstlerhaus Bethanien, Berlin.

Kon­takt

Heidelberger Kunstverein

Hauptstraße 97

69117 Heidelberg