Für seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland entwickelt der französisch-algerische Künstler Kader Attia eine ortsbezogene Arbeit in den Berliner KW Institute for Contemporary Art, die sich mit dem Verhältnis westlicher und nicht-westlicher Kulturen befasst: Aus Diaprojektionen, Dokumenten, Fotografien und Skulpturen entwirft er eine Abfolge von Szenarien, die den westlichen Blick auf das ‚Andere‘ reflektieren.
Die Installation entsteht in Zusammenarbeit mit dem Wiener Sounddesigner Alexander Wieser/Sonobelle Sound und dem Büro Tranquille le Chat, Paris. Sie spiegelt unterschiedliche Strategien des Kulturtransfers und der Wiederaneignung, die sie ins Verhältnis zu Nachbildungen historischer Artefakte und zu zeitgenössischen Inszenierungen setzt. Ein umfangreiches Programm mit Diskussionen und Vorträgen, Workshops, Screenings und Performances rahmt die Schau und thematisiert den Umgang Europas mit der eigenen Kolonialgeschichte und seine heutige Migrationspolitik. Eine Begleitpublikation entsteht in Zusammenarbeit mit dem algerischen Musée d’Art et Contemporain.

Künstlerische Leitung: Ellen Blumenstein
Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Jasper Kettner
Künstler/innen: Kader Attia (FR), Alexander Wieser/Sonobelle Sound (A), Laurent d’Herbécourt / Tranquille le Chat (FR)

Kon­takt

KW Institute for Contemporary Art – KUNST WERKE BERLIN e.V.

Auguststraße 69

10117 Berlin

www.kw-berlin.de