Was kann das Original, was kann die Verwandlung in ein anderes Medium für die Vermittlung von Literatur leisten? Diesen Fragen widmete sich eine Doppelausstellung anhand des 1914 begonnenen Romanfragments „Der Prozess“ von Franz Kafka. Im Deutschen Literaturarchiv Marbach wurde nach hundert Jahren erstmals das vollständige Manuskript des „Prozess“ ausgestellt und von namhaften Wissenschaftlern und Künstlern kommentiert. Räumlich nicht weit entfernt, wurde im Literaturhaus Stuttgart der „Prozess“ in Form eines Comics der beiden tschechischen Künstler David C. Mairowitz und Jaromir Svejdik in Szene gesetzt. Eine umfangreiche Publikation und eine internationale Tagung unter Leitung des renommierten Kafka-Biografen Rainer Stach behandelten die Chancen sprachübergreifender künstlerischer Vermittlung und die Erfahrungen beim Ausstellen von Literatur, speziell den Werken des Weltautors Kafka.

Künstlerische und wissenschaftliche Leitung: Marcel Lepper, Heike Gfrereis (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Erwin Krottenthaler (Literaturhaus Stuttgart)
Konzeptidee Tagung: Reiner Stach
Künstler/innen und Wissenschaftler/innen: Louis Begley (US), Hans Ulrich Gumbrecht (US), David Zane Mairowitz (US), Jaroslav Rudis (CZ), Jaromir Svejdik (CZ)

Kon­takt

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Schillerhöhe 8-10

71672 Marbach am Neckar

www.dla-marbach.de