Die Triennale im baden-württembergischen Fellbach wurde 1980 als Forum für zeitgenössische Plastik gegründet. Im Jahr 2010 richtete sie ihren Fokus wieder ganz dezidiert auf das kleine Format und die Miniaturisierung. Sie zeigte Werke von etwa 40 internationalen Künstler/innen, in denen „das Kleine“ in seinem ästhetischen Eigenwert und seinen tendenziell unterschätzten inhaltlichen Möglichkeiten erkennbar wurde.
Im Mittelpunkt der 11. Triennale stand der Mensch, von seinen äußeren Umweltbedingungen bis hin zu seinen verborgenen Innenwelten. Neben Skulpturen und Skulpturenensembles wurden Videos und Filme gezeigt, deren Protagonisten zum Beispiel Knet- oder Marionettenfiguren sind. Auch Proportionen und das Spiel mit der Wahrnehmung waren Themen dieser Triennale, insofern das Vertraute durch Proportionsverschiebung fremde und unheimliche Dimensionen gewinnt. Ein Schwerpunkt lag auf der Darstellung sogenannter „Weltmoleküle“, die einen verknappten und zugleich kondensierten Blick auf die Realität gewähren. Als historische Vorläufer können einerseits die Wunderkammern und die Miniaturkunst der Renaissance gelten, andererseits komprimierte Welten wie Diorama, Tabletop oder Puppenhaus. Sie alle sind Denk- und Anschauungsmuster, in denen Fantasie und Realität auf kleinem Raum miteinander verschmelzen.

Künstlerische Leitung: Ulrike Groos
Mitwirkende / Künstler: Guy Bar-Amotz (GB), Wim Botha (ZA), Mark Dion (USA), Nathalie Djurberg (S), Marcel Dzama (CDN), Tessa Farmer (GB), Markus Karstiess, Friederike Klotz, Rachel Kneebone (GB), Klara Kristalova (S), Kris Martin (B), Tony Oursler (USA), Verena Pfisterer, Javier Téllez (USA), Klaus Weber, Yin Xiuzhen (CHN) u.a.

Kon­takt

Stadt Fellbach – Kulturamt

Marktplatz 1

70734 Fellbach

www.triennale.de