Das Josef Albers Museum in Bottrop untersucht seit 2004 im Langzeitprojekt Albers im Kontext Verknüpfungen der amerikanischen Kunst seit Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Schaffen und der künstlerischen Lehre Josef Albers‘. Nach Agnes Martin (2004), Sol LeWitt (2006) und Donald Judd (2008) standen mit Ad Reinhardt (2010) einer der Protagonisten des abstrakten Expressionismus im Mittelpunkt, jener ersten eigenständigen amerikanischen Kunstrichtung, die sich bewusst von europäischen Vorbildern absetzte.
Reinhardt und Albers trafen an der Yale University aufeinander. Dort unterrichtete der deutsche Maler, nachdem die Nationalsozialisten das Bauhaus geschlossen hatten und eine weitere Arbeit für Albers in Deutschland unmöglich geworden war. Wenig später wurde Ad Reinhardt für seine „Black Paintings“ berühmt, jene scheinbar monochromen schwarzen Gemälde, die er seit 1953 ausschließlich malte und auch als „last paintings“, als letzte Bilder, die gemalt werden können, bezeichnete.
Die Schau stellte 40 Werken Reinhardts 30 Werke von Albers an die Seite und zeigte Leihgaben aus wichtigen europäischen Sammlungen sowie dem Museum of Modern Art, dem Whitney Museum, der Yale University Gallery und der National Gallery of Art in Washington. So ist sie ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der amerikanisch-deutschen Kunstgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. 

Kurator: Heinz Liesbrock
Künstler: Ad Reinhardt (USA), Josef Albers

Kon­takt

Josef Albers Museum Bottrop

Im Stadtgarten 20

46236 Bottrop

www.bottrop.de