Maria Schell war einer der großen weiblichen Stars im Kino der 50er Jahre. Im deutschen Film der Nachkriegszeit verkörperte sie die Traumfrau an der Seite von Stars wie Dieter Borsche oder O.W. Fischer. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1954 mit Helmut Käutners Die letzte Brücke, für den sie in Cannes als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. In den folgenden Jahren arbeitete sie mit namhaften Regisseuren wie Robert Siodmak, Wolfgang Staudte, René Clément und Luchino Visconti zusammen.
In der Biografie des Stars Maria Schell spiegelt sich paradigmatisch ein Stück Mediengeschichte der Bundesrepublik: Für ihre Kinofilme erhielt sie internationale Anerkennung und wurde mit Schauspielerinnen wie Ingrid Bergman verglichen. Seit den 1970er Jahren spielte sie dann hauptsächlich in deutschen Fernsehfilmen und -serien. Parallel zur Karriere dieser großen Schauspielerin vollzieht sich eine Entwicklung, in deren Verlauf das Kino selbst an Bedeutung verliert und durch den Bildschirm ersetzt wird. So präsentierte die Ausstellung anhand der Biografie Maria Schells ein Stück bundesrepublikanische Film- und Kulturgeschichte und gab einen wichtigen Einblick in die Geschichte des Star-Phänomens. Die Sonderausstellung im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt präsentierte auch zum ersten Mal den umfangreichen Nachlass der Schauspielerin.

Kurator: Hans-Peter Reichmann, Maja Keppler
Mitwirkende / Künstler: Maximilian Schell (A), Oliver Schell, Marie-Theres Kroetz, Veit Relin (A), Maria Furtwängler, Artur Brauner sowie Autorinnen und Autoren des Katalogs

Kon­takt

Deutsches Filminstitut - DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum

Schaumainkai 41

60596 Frankfurt am Main

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