Die beiden amerikanischen Künstler Paul McCarthy und der in Frankfurt lebende Mike Bouchet stehen seit ihrer gemeinsamen Zeit in Los Angeles miteinander im künstlerischen Dialog. Sie entwickelten ein internationales Projekt speziell für die Frankfurter Ausstellungshalle, das versuchte zum einen Analogien zwischen der Architektur militärischer Einrichtungen und moderner Museumsbauten, zum anderen Verbindungslinien zwischen Macht- und Kulturpolitik aufzuzeigen: Wie wird Kultur als manipulatives Mittel im Kontext globaler Machtpolitik eingesetzt? Und wie bedient sich umgekehrt heutige Kulturpolitik bestimmter Taktiken dieser Politik? Dazu unterzogen McCarthy und Bouchet den Portikus einer Reihe radikaler An- und Umbauten. In seinem Inneren präsentierten sie eine gemeinsam entwickelte skulpturale Installation militarisierter Kulturbauten, während sein Außenraum großmaßstäblich bespielt und weithin sichtbar mit militärischen Zitaten gespickt wurde. Das Projekt zielte darauf ab, mit seinem global angelegten Thema ein breites Publikum anzusprechen. Neben Vorträgen und Atelierbesuchen an der Städelschule dokumentierten die beiden Künstler das Projekt mit einer gemeinsam entwickelten Publikation und brachten es in internationalen Umlauf, wo sie einen Diskurs unter Kulturschaffenden und in der medialen Öffentlichkeit anregen wollten.

Künstlerische Leitung: Sophie von Olfers
Künstler/innen: Paul McCarthy (US), Mike Bouchet (US)

Kon­takt

Portikus

Alte Brücke 2 / Maininsel

60594 Frankfurt/Main

www.portikus.de