Die Ausstellung des Folkwang Museums Essen stellte die oftmals sensible, aber auch radikale und leidenschaftliche Sicht von Künstler/innen auf die Fotografie in den Mittelpunkt. Im ersten Teil der Ausstellung wurden Theorie und Geschichte der künstlerischen Fotografie thematisiert. Die Arbeiten der Künstler erzählten von der zu Ende gehenden analogen Form des Mediums sowie den neuen digitalen Formen der Fotografie. Viele Künstler verstehen sich heute als Bildarchäologen und tragen unorthodoxe Sammlungen zusammen – auch diese waren Teil der Schau. In insgesamt vierzehn Kapiteln wurde die Bandbreite der Fotografie als Kunst dargestellt, von den konzeptuellen Ansätzen der 1970er Jahre bis hin zu experimentellen zeitgenössischen Projekten unserer Tage. Es waren u.a. Arbeiten von Ugo Mulas, Wolfgang Tillmans, Gillian Wearing, Tacita Dean und Alfredo Jarr zu sehen. Die Künstler haben eigens für diese Ausstellung Installationen und experimentelle Präsentationen für die Fotosammlung entwickelt.
Im zweiten Teil der Schau, der in enger Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur entstand, kamen die Künstler/innen dann in Form von Texten und Manifesten zu Wort – die Auswahl erstreckte sich von William Henry Fox Talbot bis hin zu den Bloggern unserer Tage. Ein umfangreiches Vermittlungs- und Bildungsprogramm richtete sich ausdrücklich auch an das jüngere Publikum, das mit den digitalen Bildmedien groß geworden ist. Ein Glossarium ermöglichte den Besuchern, sich im Nachgang über einzelne Arbeiten zu informieren. 

Künstlerische Leitung: Florian Ebner, Kathrin Schönegg
Künstler/innen: Sarah Charlesworth (US), Tacita Dean (GB), Isa Genzken, John Hilliard (GB), Alfredo Jaar (CL), Erik Kessels (NL), Santu Mofokeng (ZA), Ugo Mulas (IT), Barbara Probst (US), Timm Rautert, Clare Strand (GB), Wolfgang Tillmans, Jeff Wall (CA), Gillian Wearing (GB).

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Der Folkwang-Kurator Florian Ebner in der WDR Magazinsendung West ART über die Schau

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