Die Hamburger Kunsthalle führte in dieser Ausstellung erstmals Werke von Ferdinand Hodler, Aleksandr Dejneka und Neo Rauch zusammen. Den Schwerpunkt der Ausstellung bildete die Frage nach der Utopie des „Neuen Menschen“ und ihrem Scheitern im 20. Jahrhundert. Hodler, Dejneka und Rauch stehen mit ihrem Werk exemplarisch für drei Etappen, an denen diese Utopie ablesbar ist.
Die Ausstellung zeigte, wie sich Aleksandr Dejneka in seinen Bildmotiven, aber auch in der Körpersprache und der Modellierung seiner Figuren an Hodlers eurythmisch bewegten Figuren orientiert. Ferdinand Hodlers reformerische Ansätze zur Umgestaltung des Lebens im Einklang mit der Natur werden in der Malerei Dejnekas sowohl transformiert als auch radikalisiert. Neo Rauch greift nach dem Ende des Kommunismus den Typus des Neuen Menschen wieder auf. Er greift bewusst auf Dejnekas Helden aus der Ära der Industrialisierung zurück, lässt diese jedoch in Posen erstarren. In seinen Werken findet er, ähnlich wie Dejneka vor ihm, motivische Antworten und eine zeitgemäße Bildsprache, die den Übergang von einer Gesellschaftsform in eine andere veranschaulichen.
Die mehr als 100 Gemälde und Zeichnungen kamen aus Russland, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Mit ihrer Zusammenstellung wurde erstmals ein Vergleich zwischen den drei verwandten Künstlern und ihren Entwürfen des „Neuen Menschen“ möglich. Zugleich wurde jeder einzelne von ihnen mit einer großen Zahl repräsentativer Einzelwerke vorgestellt.

Kuratoren: Hubert Gaßner, Markus Bertsch, Daniel Koep
Künstler: Ferdinand Hodler (CH), Aleksandr Dejneka (RU), Neo Rauch

Kon­takt

Hamburger Kunsthalle

Glockengießerwall

20095 Hamburg

www.hamburger-kunsthalle.de