In den USA zählt Nickolas Muray (1892 – 1965) zu den bedeutendsten Porträt- und Werbefotografen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – während in Europa sein Werk bislang wenig bekannt ist. Geboren im ungarischen Szeged, lernte er an der Technischen Universität Berlin sein Handwerk und siedelte 1913 in die USA über, wo er fortan für Magazine wie Vanity Fair, Vogue oder Time Magazine mehr als 350 Persönlichkeiten fotografierte, unter ihnen Frida Kahlo und Claude Monet, Ingrid Bergmann und Jean Cocteau, Greta Garbo oder Humphrey Bogart. Anlässlich seines 50. Todestages präsentierte das Kunstmuseum Moritzburg erstmals in Deutschland sein Œuvre – darunter etliche Arbeiten, die als Ikonen unsere heutige Sicht auf jene Zeit prägen. Die Retrospektive entstand in transnationaler Zusammenarbeit und bildete den Auftakt für eine Reihe von Sonderausstellungen internationaler fotografischer Positionen, mit der das Kunstmuseum Moritzburg in den kommenden Jahren seinen Sammlungsschwerpunkt von über 60.000 fotografischen Arbeiten stärker herausstellen möchte. Der zur Ausstellung erschienene Katalog stellt die erste deutschsprachige Publikation über Murays Werk dar.

Künstlerische Leitung: Thomas Bauer-Friedrich
Kurator: Salomon Grimberg (US)
Künstler: Nickolas Muray (US)

Trailer zur Retrospektive auf den Fotografen Nickolas Muray

Wei­te­re Vi­de­os bei ar­tour

Das Kulturmagazin artour zeigt ein Interview zu Nickolas Muray mit dem Direktor des Kunstmuseums Moritzburg in Halle und einen ausführlichen Beitrag über die Ausstellung.

Zum Beitrag

Kon­takt

Stiftung Moritzburg Halle - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt

Friedemann-Bach-Platz 5

06108 Halle an der Saale

www.kunstmuseum-moritzburg.de