Online-Symposium zur Ausstellung

Die Online Assembly zur Ausstellung bringt Partner aus Kunst und Wissenschaft zusammen und diskutiert die Hauptthemen der Ausstellung. Jeden Dienstag im November geht es dabei um Aspekte des Diskurses der Entmenschlichung wie Grenzkontrolle, struktureller Rassismus, Migration, koloniales Erbe sowie Heilungs- und Fürsorgepraktiken als rehumanisierende Prozesse.

Alle Veranstaltungen werden auf Englisch und mit anschließender öffentlicher Diskussion abgehalten. Die Reihe ist jeden Dienstag live auf der Website des Kunstvereins und über Zoom verfügbar. Informationen zur Anmeldung und die bisher archivierten Gespräche veröffentlicht der Kunstverein auf seiner Website. 

Populismus, mangelnde Solidarität, Staatsverschuldung, Klimakrise, Jugendarbeitslosigkeit, Terror – die Liste der europäischen Krisen ist lang. Die einzelnen Gesellschaften sind einem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Druck ausgesetzt, der den sozialen Zusammenhalt gefährdet und zur Etablierung radikaler Ideologien führt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Ausstellung „Not Fully Human, Not Human At All“ im Hamburger Kunstverein mit den Folgen von Kolonialismus, Rassismus, Anti-Feminismus und der jahrhundertealten Trennung von Natur und Kultur. Im Zentrum steht die Frage: Wer ist eigentlich ein Mensch und hat damit menschliche Rechte oder wer war, um die brasilianische Performerin Jota Mombaça zu zitieren, „noch nie ein Mensch“? Wie werden posthumanistische und unmenschliche Strukturen und Bedingungen verantwortet, ignoriert und relativiert? Acht internationale Künstlerinnen und Künstler, darunter Lala Raščić, Daniela Ortiz und Monira Al Qadiri, setzen sich in Live-Performances, Kunstwerken und Videoarbeiten mit den Symptomen des demokratischen Verfalls und dem Aspekt einer zunehmenden Entmenschlichung in ethischer und ästhetischer Hinsicht auseinander und bieten Lösungs- und Heilungsmöglichkeiten an.

Begleitet wird das Projekt von einem Filmprogramm, einem Symposium und einer Publikation. Die Ausstellung entsteht in Kooperationen mit verschiedenen europäischen Kuratorinnen, Künstlern und Institutionen wie Kadist (Paris, Frankreich), Kunsthalle Lissabon, Hangar (Lissabon, Portugal), Netzwerk Aalst (Belgien) und Lumbardhi Foundation (Prizren, Kosovo).

Künstlerische Leitung: Bettina Steinbrügge, Nataša Petrešin-Bachelez
Kuratorinnen: Pieternel Vermoortel, Emilie Villez, Bruno Leitão, Ares Shporta

Künstlerinnen: Lala Raščić, Denise Ferreira da Silva, Valentina Desideri, Daniela Ortiz, Nilbar Güreş, Saddie Choua, Monira Al Qadiri, Ibro Hasanović, Kengné Téguia, Jelena Jureša u.a.

  • Termine

    26.11.2020

    ABGESAGT: Screening: Pedro Neves Marques – A Mordida

    Kunstverein in Hamburg | Hamburg

    23.10.2020 –
    24.01.2021

    Eröffnung & Ausstellung: Not Fully Human, Not Human At All

    mit Performance von Kegné Téguia am 23.10.

    Kunstverein in Hamburg | Hamburg

Kon­takt

Kunstverein in Hamburg

Klosterwall 23
20095 Hamburg

www.kunstverein.de