Die Kunsthalle Mannheim plant für das Jahr 2014 den Abriss des so genannten Mitzlaff-Baus von 1983, der, einst als Skulpturenmuseum konzipiert, heute nicht mehr die Anforderungen an ein Kunstmuseum erfüllt. Bevor mit dem Abriss und dann dem Neubau begonnen wird, haben sich vier internationale Bildhauer des umfangreichen Mannheimer Skulpturenbestandes von 840 Objekten angenommen, darunter Schlüsselwerke der Kunst des 20. Jahrhunderts. Der Künstlerkurator Bogomir Eckert erarbeitete gemeinsam mit den Künstlerkolleg/innen John Bock, Kiki Smith und Roman Signer ein Gesamtkonzept, das neue Perspektiven und Potenziale der Präsentation von Skulpturen im Museum erforschte. Dazu stand ihnen für neun Monate der gesamte Mitzlaff-Bau der Kunsthalle mit ca. 2.000 qm Ausstellungsfläche zu Verfügung.
Ein zweiter Teil des Projektes war die wissenschaftlich-theoretische Begleitung: Zusammen mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Regensburg und dem interdisziplinären Themenverbund „Sehen und Verstehen“ führte die Kunsthalle Mannheim Blockseminare und ein internationales Symposium zu neuen Ausstellungsformaten von Skulpturen durch. Zudem wurde die Ausstellung ergänzt durch ein Aktions- und Performanceprogramm im Stadtraum, das in Kooperation mit weiteren Kulturinstitutionen Mannheims entwickelt wurde.

Künstlerische Leitung: Bogomir Ecker, Ulrike Lorenz, Stefanie Patruno
Kuratorenteam: Roman Signer, Kiki Smith, John Bock, Thomas Hirschhorn, Thomas Rentmeister

Sym­po­si­um "Nur Skulp­tur!"

Im Rahmen der Ausstellung „Nur Skulptur!“ veranstaltete die Kunsthalle Mannheim, gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Regensburg, ein internationales Symposium mit dem Titel „Skulptur pur“ (20. – 21.9.). Am Beispiel der Werke aus der Mannheimer Sammlung wurden aktuelle Fragen zur Plastik und Skulptur interdisziplinär aus dem Blickwinkel der Kunstgeschichte, Medien- und Bildwissenschaft sowie Psychologie diskutiert.

Kon­takt

Kunsthalle Mannheim

Friedrichsplatz 4

68165 Mannheim

www.kunsthalle-mannheim.de