O Quilombismo

Von Widerstand und Beharren. Von Flucht als Angriff. Von anderen demokratischen egalitären politischen Philosophien

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Projektbeschreibung

Die brasilianischen Quilombos waren Niederlassungen ehemals Versklavter, die vor der Zwangsarbeit auf Plantagen und der Ausbeutung durch die Landbesitzer flohen. Die Bewohnerinnen verfolgten Ideen sozialer Gerechtigkeit und setzten selbstorganisiert demokratische Strukturen um. Aus ihren Aushandlungsprozessen entstand die egalitäre Lebensphilosophie des Quilombismo. Das erste Projekt unter Leitung des neuen Intendanten Bonaventure Soh Bejeng Ndikung am Haus der Kulturen der Welt nimmt den Quilombismo als Ausgangspunkt für eine breite Erforschung von global selbstgeschaffenen Freiräumen und stellt ihn als Möglichkeit für eine Überwindung kultureller Kolonisierung vor.

Die Veranstaltungen des Projekts drehen sich um fünf Themenfelder: Die politischen Strukturen der Quilombos und ähnlicher Räume, Formen des Widerstands, Sprachen, Architektur sowie Formen der Wissensproduktion und -vermittlung des Quilombismo. Eine Ausstellung präsentiert eine Auswahl an historischen Dokumenten geflüchteter Versklavter aus verschiedenen Ländern. Dabei werden sowohl Bild- und Klangsprachen, Weberei und Keramik, Körpermarkierungen und medizinische Vorstellungen vom Körper als auch unterschiedliche Techniken zur Bewahrung von Erinnerungen und Zeremonien oder der Kunst und Esskultur gezeigt. Neben der Ausstellung finden Performances, Filmvorführungen, Erzählungen, Koch-Jams, Konzerte und weitere Happenings statt. Künstlerinnen, Wissenschaftler und Aktivistinnen unter anderem aus Kolumbien, Peru, Argentinien, Zimbabwe, Kap Verde, Brasilien, Nigeria, Tansania, China, Ghana, Kanada, Benin, Senegal, Mosambik, Marokko und der Elfenbeinküste tragen zur Recherche und Umsetzung des Programms bei. Der Standort des Projekts wird durch eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Communities auf ganz Berlin ausgeweitet.
 

Künstlerische Leitung: Bonaventure Soh Bejeng Ndikung
Künstlerinnen: ÀRÀKÁ (Diego Araúja, Laís Machado), Leo Asemota, María Magdalena Campos-Pons, Ange Dakouo, Eric Gyamfi, Euridice Lakala, Ibrahim Mahama, Farkhondeh Shahroudi, Olu Oguibe u. a.

Termine

  • 2. Juni, 2023 bis 30. August, 2023: Ausstellung

    mit Erzählungen, Koch-Jams, Konzerten und Filmvorführungen & Performance-Reihe

    Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Kontakt

Haus der Kulturen der Welt

John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Telefon +49 - (0)30 - 397 87 - 0
Telefax +49 - (0)30 - 394 86 79

www.hkw.de/de (externer Link, öffnet neues Fenster)


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