Paradoxien des Öffentlichen war eines der ersten offiziellen Kulturhauptstadtprojekte, das die künstlerische Bespielung ungewohnter, für das Ruhrgebiet typischer Orte im Jahr 2010 vorbereitete. In einem internationalen Wettbewerb waren Künstler im Jahr 2007 aufgerufen, Arbeiten für Straßen und Autobahnen, für die durch Konsum geprägten Innenstädte und für die neuartigen immateriellen Räume, die vor allem durch die Mobiltelefonie entstehen, zu entwerfen. Die Preisträgerarbeiten des Wettbewerbs wurden in der Ausstellung dokumentiert und vier der Arbeiten im Museum und im öffentlichen Raum realisiert.

Den ersten Preis erhielten die Wiener Künstler Felix Lüdicke und Korbinian Lechner für ihre Arbeit am Autobahnkreuz "Duisburg Kaiserberg". Den zweiten Preis bekam die Schweizer Gruppe île flottante / Nica Giuliani und Andrea Gsell für ihre Arbeit "expansion sonore": Passanten konnten mit Hilfe ihrer Handys Häuser in der Duisburger Innenstadt zum Sprechen bringen. Im Lehmbruck Museum zu sehen war die kinetische Licht-Klanginstallation "SARoskop" von Karin Lingnau und Martin Hesselmeier. Heike Mutter und Ulrich Genth zeigten im CityPalais ihre wachsende Skulptur "Für eine Ökonomie des Tauschens", die durch persönliche Gegenstände entstand, die Passanten gegen Kunstwerke eintauschen konnten.

Künstlerische Leitung: Dr. Söke Dinkla

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