Die Arbeiten von Josep Caballero Garcìa und seiner Kompanie Queerpraxis entstehen aus dem Wunsch heraus, öffentliche Räume für queere künstlerische Praktiken zu schaffen. "Queere Kreuzzüge" ist eine Kooperation mit den Häusern in Hamburg und Lüneburg, deren grundverschiedene Theaterstrukturen bereits einen ersten Anlass bieten, hybride Aufführungs- und Vermittlungsmodelle zu denken. Mit dem Ziel, sowohl neue Publikumsschichten zu gewinnen, als auch öffentliche Orte der Auseinandersetzung mit Geschlechterordnung und Identititätsnormierung zu schaffen, wird das Projekt strukturell wie künstlerisch in engem Dialog mit den Häusern entwickelt.

In den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 entstehen zwei tourfähige Produktionen: MELANCHOLÍA auf Kampnagel und QUEER IBERIA in Lüneburg in Zusammenarbeit mit den Lüneburger Symphonikern. Auf Grundlage der barocken Oper „Giuglio Cesare“ von Georg Friedrich Händel nimmt das Gruppenstück MELANCHOLÍA Stellung zum binären, romantischen Beziehungskonzept unserer westlichen Gesellschaft und Kultur. Durch die Verschränkung von Quellentexten und autobiografischem Material sowie mittelalterlicher, iberischer Musik mit zeitgenössischer Komposition zielt das zweite Stück QUEER IBERIA auf eine vergleichende Lektüre der Geschichte queerer Körper. Begleitet wird das gesamte Projekt von einem Workshop- und Vermittlungsprogramm in beiden Städten.

  • Termine

    27.02. –
    02.03.2019

    MELANCHOLÍA

    Premiere & Aufführungen von MELANCHOLÍA
    (Weitere Termine: 11./12.4.19 Theater Lüneburg; 15./16.10.19 HAU Hebbel am Ufer Berlin)

    Kampnagel | Hamburg

    24.11. –
    25.11.2018

    Oh! You Change

    Workshop mit Josep Caballero García und Lea Martini

    K3 Tanzplan | Hamburg

Kon­takt

Josep Caballero García

josepcaballero.com