Die Kunsthistorikerin Rosalind E. Krauss benennt Ende der 1970er Jahre als eine der ersten das Raster als emblematisches Motiv der modernen und zeitgenössischen Kunst. Das Kunstmuseum Stuttgart richtete nun erstmals eine Ausstellung aus, bei der sie ganz unterschiedliche künstlerische Positionen zum Raster zusammenführte.
Im 20. Jahrhundert wurde das Raster im Zuge der Avantgardekunst zum autonomen Bildthema. Es kennzeichnet sowohl die Minimal Art als auch die Pop Art. Zahlreiche Künstler bezogen sich seit den 50er Jahren kritisch oder ironisch auf die großen Pioniere wie Piet Mondrian oder Carl Andre. Die Rastertechnik beim Druck und mechanische Reproduktionsverfahren wurden zum Bildinhalt und ermöglichten eine Reflektion auf die Bilderwelt der Medien.
Das Kunstmuseum Stuttgart bereitete das Thema in mehreren großen Kapiteln auf. Dazu gehörten die Erfassung von Raum, Zeit und Wissen durch das Raster, das mediale Raster sowie die narrativen Aspekte des Rasters. Thematisiert wurden auch Wechselbeziehungen zu anderen Künsten, speziell zum Tanz und zur Musik.

Künstlerische Leitung: Simone Schimpf, Künstler/innen: Sigmar Polke, Chuck Close (US), Roy Lichtenstein (US), Gerhard Richter, Katharina Hinsberg, Mona Hatoum (GB), Katharina Gaenssler, Esther Stocker (IT), Agnes Martin (CA), Carsten Nicolai

Kon­takt

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