Die Obstbaukolonie Eden in der Nähe von Oranienburg ist die älteste noch bestehende lebensreformerische Siedlungsgenossenschaft in Deutschland. Heute leben hier etwa tausend Menschen. 1893 von 18 Berliner Vegetariern gegründet, beruht das reformerische Konzept auf den drei Prinzipien Lebens-, Boden- und Wirtschaftsreform.

In ihrer 125jährigen Geschichte war das Projekt unter den verschiedensten politischen Systemen vielen Veränderungen unterworfen, im Kern ist die auf das Gemeinwohl ausgerichtete genossenschaftliche Organisation aber gleich geblieben. Eden verband als Genossenschaftssiedlung schon immer ökologischen Landbau und Vegetarismus mit Reformpädagogik, Freiland- und Freigeldwirtschaft. Viele der dort historisch verankerten Ideen sind in gegenwärtigen sozialen Bewegungen aktuell wie nie. Nachhaltigkeit, Selbstversorgung und autonomes wie ressourcensparendes Leben werden von Aktivisten und Projektmachern wieder neu erprobt, wobei ihre Ideen das Repertoire der historischen, in Eden vor über hundert Jahren entwickelten Ansätze erheblich erweitern.

Das Projekt re:form sucht nach einer Revitalisierung der lebensreformerischen Ansätze der Siedlung Eden, indem es einen Austausch zwischen dem historischen Ort mit aktuellen Bewegungen herstellen will. Zugleich soll die Existenz der Reformsiedlung am Übergang zwischen Stadt und Land in das Bewusstsein heute aktiver Gruppen geholt werden, um es zu einem Zentrum des Austauschs zu entwickeln.

Über den Fonds Neue Län­der

Mit dem Fonds Neue Länder unterstützt die Kulturstiftung des Bundes bürgerschaftlich getragene Initiativen, die sich auf lokaler und regionaler Ebene kulturell engagieren. Sein Ziel ist die strukturelle Weiterentwicklung und Professionalisierung der Kulturarbeit in Ostdeutschland.

Kon­takt

Re:form Eden e.V.
bankleer

Wilhelm-Groß-Straße 35
16515 Oranienburg, Eden
Tel.: +49 (0)176 – 21 827 481
info@re-eden.org
www.re-eden.org