Das Museum Morsbroich präsentierte eine thematische Gruppenausstellung neuerer, in Deutschland bisher wenig bekannter Positionen lateinamerikanischer Kunst. Den ausstellenden Künstler/innen ging es in ihren Arbeiten zumeist um Alltagsgegenstände, die sie in ihrem Material und ihrer Form veränderten oder die sie aus ihrem angestammten Kontext herauslösten, um ihnen einen neuen Bedeutungsrahmen zuzuweisen. Das Spiel mit vertrauten Wahrnehmungen und ihrer absichtsvollen Irritation sollte traditionell eingeschliffene, alltäglich gewordene Wahrnehmungsweisen stören, sie in diesem Sinn revolutionieren. Die Sprengkraft solcher Absichten vermischte sich in vielen Arbeiten mit einem schwarzen Humor oder beißender Ironie gegenüber der ideologisch verfestigten Formensprache der europäischen Moderne.

Künstlerische Leitung: Stefanie Kreuzer
Künstler/innen: Alexandre da Cunha (BR), Diango Hernández (C), Gabriel Kuri (MEX), Jorge Macchi (RA), Wilfredo Prieto (C), Martin Soto Climent (MEX), Valeska Soares (BR)

Kon­takt

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