Rip It Up and Start Again ist der dritte Teil einer Ausstellungstrilogie, mit der der Kunstverein München Ausgrenzungsmechanismen des Kunstmarktes ins Zentrum des Interesses rückte. Hatten die vorhergehenden Ausstellungen der Trilogie Queer-Identity-Politics und die britische Post-Punk-Ära fokussiert, konzentrierte sich die Schau nun auf fünf New Yorker Künstler, die, vom Kunstmarktt weitgehend ignoriert, einem größeren Publikum bislang weitgehend unbekannt blieben: William S. Burroughs, Charles Henri Ford, Ray Johnson, Arthur Russel sowie Philippe Thomas fanden im kunstgeschichtlichen Diskurs nur wenig Beachtung, obwohl sie ein umfangreiches künstlerisches Werk schufen. Als Außenseiter des Kunstmarktes genossen sie in New York fallweise sogar Kultstatus. Heute gelten diese Künstler als wichtige Wegbereiter der zeitgenössischen "Visual Cultural Studies".
Anhand einer Auswahl ihrer Arbeiten konnte der Kurator Stefan Kalmár exemplarisch die Dialektik zwischen Subkultur und Kunstbetrieb darstellen, indem er in der Ausstellung den Einfluss dieser Außenseiterpositionen auf internationale, zeitgenössische Entwicklungen nachzeichnete. Zum anderen sollten die Mechanismen eines "Betriebssystems Kunst" analysiert werden, die über Erfolg und Misserfolg von Künstlern entscheiden. Die um ein Filmprogramm und öffentliche Vorträge ergänzte Schau sollte den fünf New Yorker Künstlern hierzulande eine breitere Öffentlichkeit erschließen. Von München aus ging die Ausstellung nach New York ins Artists Space.

Künstlerische Leitung: Stefan Kalmár
Künstler/innen:
William S. Burroughs co-kuratiert von John Giorno
Charles Henri Ford co-kuratiert von Christopher Müller
Ray Johnson co-kuratiert von AA Bronson
readymades belong to everyone co-kuratiert von  Claire Fontaine
Arthur Russell co-kuratiert von James Merle Thomas

Kon­takt

Kunstverein München

Galeriestraße 4

80539 München

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