Robotron

Code und Utopie

Die Vollversion des dekorativen Hintergrundbildes dieses Elements anzeigen.

Projektbeschreibung

Das Projekt Robotron. Code und Utopie ist eine Kooperation der GfZK – Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig mit dem HMKV Hartware MedienKunstVerein Dortmund. Es wurde initiiert von Jochen Becker. Die Ausstellung ist unter dem Titel Robotron. Arbeiterklasse und Intelligenz vom 14.3– 26.7.26 im HMKV in Dortmund zu sehen. Im Februar 2026 erscheint eine die Ausstellung begleitende Publikation bei Spector Books.

Der Siegeszug von Computern und Mikroelektronik seit den 1960er Jahren wird oft als „dritte industrielle Revolution“ bezeichnet. In der DDR stand vor allem der Name Robotron für die neue, alle Bereiche der Wirtschaft verändernde Technologie. Im Rückblick auf die Geschichte des Kombinats verdichten sich die technischen Möglichkeiten und die daran geknüpften gesellschaftlichen Hoffnungen, aber auch die politischen und ökonomischen Widersprüche, die schließlich zum Scheitern der DDR führten. 

Mit Werken von 20 Künstler*innen nimmt die Ausstellung die Entwicklungen in der Industrielandschaft des ostdeutschen Staates in den Blick. Es geht um Kybernetik und Bürokratie, Spionage und „Reverse Engineering“, das Glücksversprechen der Automatisierung und die Arbeit im „real existierenden Sozialismus“, um Reinräume und Umweltzerstörung, den Verfall einst wichtiger Produktionsstätten und die Re-Industrialisierung im Großraum Dresden als „Silicon Saxony“. Die Fotografien, filmischen Erzählungen, Installationen und grafischen Arbeiten, die zum Teil in der DDR entstanden sind, zeigen die vielfältigen intellektuellen und ästhetischen Impulse, die bis heute von dieser Episode ausgehen.

Im Ausstellungsraum entfaltet sich ein Essay entlang von Fragen, die die Geschichte von Robotron betreffen, aber auch für ein Verständnis der technologisch geprägten Gegenwart.


Kuratorisches Team: Inke Arns, Sabine Weier, Jan Wenzel, Mathias Wittmann, Franciska Zólyom
Projektleitung: Hanar Hupka
Grafikdesign: Wolfgang Schwärzler
Szenografie: Julia Gerke

Künstler*innen: Karl-Heinz Adler, Tina Bara, Horst Bartnig, Carlfriedrich Claus, Nadja Buttendorf, Karl Clauss Dietel, Georg Eckelt, Antye Guenther, Su Yu Hsin, Francis Hunger, Margret Hoppe, knowbotiq, Irma Markulin, Helga Paris, A. R. Penck, Ramona Schacht und Luca Bublik mit Rita Große, Sandra Schäfer, Sung Tieu, Suzanne Treister, Werner Tübke, Marion Wenzel und Ruth Wolf-Rehfeldt

Termine

Aktuell keine bevorstehenden Termine

Kontakt

Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Karl-Tauchnitz-Str. 9-11
04107 Leipzig
https://gfzk.de/ (externer Link, öffnet neues Fenster)