Die Ausstellung führt erstmals Werke Auguste Rodins (1840–1917) und Bruce Naumans (*1941) zusammen – zwei der einflussreichsten Künstler des 19. bzw. 21. Jahrhunderts. Ihr Wirken prägt den Diskurs sowohl über den Begriff der Kunst als auch über Skulptur und Raum. Die Schau, die u.a. auf Werke Rodins aus der Sammlung des Saarlandmuseums zurückgreift, nähert sich den Arbeiten dabei über Leitmotive, die für das Schaffen beider Künstler zentral sind, wie z.B. Körper, Psyche und Raum. Obsessiv studieren beide den menschlichen Körper, immer wieder ist er Zentrum und Thema ihrer Werke. Was Rilke über Rodin schreibt, gilt ebenso für Nauman: „Der Körper ist für ihn die Seele.“ Rodin arbeitete mit Torso und Fragment, er erklärte das unvollendete Bruchstück zum autonomen Werk. Die Arbeit mit Fragment und Montage kennzeichnet auch Naumans konzeptuellen Ansatz, der allen Medien und Techniken gegenüber aufgeschlossen ist – von der Skulptur bis zur Videoperformance. Den Wegbereiter der Moderne in Frankreich und den amerikanischen Postminimalisten vereint insbesondere eine Gleichgültigkeit gegenüber herrschenden Vorstellungen von handwerklicher Perfektion oder Schönheit. Beide verstehen ihre Kunst als prozesshaft und unabschließbar. Die Schau zeigt Werke aus verschiedenen Schaffensphasen der Künstler, ein umfangreiches Vermittlungsprogramm mit Workshops, Gesprächen und Theater begleitet das Projekt.

Kurator/innen: Roland Mönig, Kathrin Elvers-Švamberk
Künstler: Auguste Rodin (FR), Bruce Nauman (US)

  • Termine

    21.09.2019 –
    26.01.2020

    Ausstellung

    Saarlandmuseum – Moderne Galerie | Saarbrücken

Kon­takt

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