Ein besonderes Merkmal der Choreografin Sasha Waltz ist das Zusammenspiel von Bild, Körper und Raum. In ihren Choreografien finden sich Elemente, die über die Aufführungen hinaus installativ angelegt sind. Der Bühnenraum wird zum Ausstellungsraum und die zeitlich vorübergehende Form des Tanzes verwandelt sich in eine dauerhafte Installation. Im Jüdischen Museum Berlin, im Neuen Museum Berlin sowie im MAXXI in Rom haben sich Sasha Waltz und ihre Compagnie die Ausstellungsräume bereits tänzerisch erobert und mit fast unbeweglichen hängenden Körpern gezeigt, dass ihr Tanz sich knapp an der Grenze zur unbewegten Skulptur befindet. Im ZKM wurde ihr nun ein Raum zur Verfügung gestellt, der von ihren choreografischen Experimenten abgeleitete Installationen zeigte. Gezeigt wurden bildnerische und mediale Elemente aus den Arbeiten der neunziger Jahre, große (Bühnen-) Objekte, die während der Zeit an der Schaubühne entstanden sind, sowie Video-Installationen, die anlässlich großer Opernprojekte entwickelt wurden. Performances, die an der Schnittstelle zwischen Bewegung und Bild agieren, beleuchteten den Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und zeitgenössischem Tanz. Das ZKM wollte auf der Basis seiner langjährigen Recherchen zur Entwicklung des Tanzes und der Performance die Position von Sasha Waltz und ihrer Compagnie zwischen Kunst und Tanz zeigen. Anlass war ein Doppeljubiläum: Sasha Waltz feierte 2013 ihren 50. Geburtstag sowie das 20jährige Jubiläum ihrer Compagnie „Sasha Waltz & Guests“. Die Stadt Karlsruhe spielt eine besondere Rolle – hier wurde Sasha Waltz geboren und erhielt ihre erste tänzerische Ausbildung.

Künstlerische Leitung: Peter Weibel
Künstler/innen: Sasha Waltz

Kon­takt

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

Lorenzstraße 19

76135 Karlsruhe

www.zkm.de