Um 1000 n. Chr. brachte das nomadische Reitervolk der Kitan Nordchina unter seine Herrschaft. Ihr Territorium erstreckte sich von der Mandschurei über die Mongolei bis in das Gebiet des heutigen Peking. Sie nannten ihre Dynastie "Liao" und versetzten mit ihrer militärischen Schlagkraft die chinesische Song-Dynastie in Angst und Schrecken. Von der chinesischen Geschichtsschreibung als "Barbaren-Dynastie" abgetan, zeugen die Schätze der Liao jedoch vom überwältigenden Glanz dieser Dynastie, in der sich nomadische und chinesische Traditionen zu einer unverwechselbaren Synthese verbinden. Im 10. und 11. Jahrhundert waren die Liao die beherrschende Großmacht Ostasiens und unterhielten Handelsbeziehungen bis an die Ostsee. Zum ersten Mal wurden in Europa rund 200 Kunstobjekte gezeigt, die in den letzten Jahrzehnten im Gebiet der Autonomen Region Innere Mongolei ausgegraben wurden. Zu den eindrucksvollsten Exponaten gehörten neben der Totenausrüstung der 1018 n.Chr.verstorbenen Prinzessin von Chen und ihres Gemahls Kostbarkeiten aus dem Schatz der Weißen Pagode.

Künstlerische Leitung: Adele Schlombs
Konzeption und Inhalt: Shen Xueman (CHN)

Kon­takt

Museum für Ostasiatische Kunst

Universitätsstraße 100

50674 Köln

www.museenkoeln.de