Das Projekt The Dining Hall der israelischen Künstlerin Sigalit Landau war zehn Jahre nach der documenta X ihre erste große Einzelausstellung in Deutschland. In Auseinandersetzung mit ihrer jüdischen Identität kreisen Landaus Arbeiten um Fragen nach Ort und Grenzen, Fremdheit und Migration, Individuum und Gemeinschaft, Realität und Utopie. Dabei bedient sie sich verschiedener Techniken und führt Skulptur, Installation, Video und Performance auf unterschiedlichen Ebenen - narrativ und formal - zusammen.
In ihrer Arbeit für The Dining Hall beschäftigte sich Landau mit Nahrung und Orten der Nahrungsaufnahme, Alchemie, Reinigungsritualen und der Zubereitung von Speisen - nicht nur als Notwendigkeit im Überlebensprozess, sondern auch mit ihrem in Zeiten des globalen Kapitalismus mitunter bitteren Beigeschmack. Mangel und Überfluss, Peripherie und Zentrum, Ost und West, Vergangenheit und Gegenwart trafen in diesem ortsbezogenen Projekt aufeinander, das auch geschichtliche Aspekte mit einbezog.
Der Mitte Januar 2008 erschienene Katalog gibt einen Überblick über die vergangenen zehn Jahre des Schaffens Sigalit Landaus.

Künstlerische Leitung: Gabriele Horn
Künstler: Sigalit Landau (IL)

Kon­takt

KW Institute for Contemporary Art Berlin

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10117 Berlin