Choreografen aus Deutschland haben in den vergangenen Jahrzehnten die internationale Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes maßgeblich beeinflusst. Doch trotz weltweit bekannter Künstlerpersönlichkeiten wie etwa Mary Wigman, Dore Hoyer, William Forsythe oder Pina Bausch ist der moderne Tanz in Deutschland eine Kunstsparte mit wenig erschlossener Geschichte und nur begrenzter öffentlicher Sichtbarkeit. Das Projekt hat sich das Ziel gesetzt, ein zeitgemäßes Internet-Angebot für den Tanz zu entwickeln, das es bisher in Deutschland nicht gibt. Es soll vor allem historische Film- und Videoaufnahmen zum Tanz umfassen. Das zum Teil über mehrere Archive und Institutionen verteilte Material soll in einer zentralen Internetplattform erschlossen werden und öffentlich zugänglich sein. Dazu müssen Urheberrechte geklärt, das Material muss digitalisiert und zum Teil auch restauriert werden. Für die Entwicklung einer geeigneten Datenbank kann sich das Projekt auf einen Prototyp stützen, der von Tanzplan Deutschland, einem Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes, entwickelt worden ist. Nach einer Implementierungsphase von eineinhalb Jahren soll das Angebot unter Trägerschaft der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Archiven fortgeführt werden.

Leitung: Franz Anton Cramer, Caroline Rehberg

Di­gi­ta­ler At­las Tanz

Das Projekt Tanz im Internet hat sich das Ziel gesetzt, ein zeitgemäßes Internet-Angebot für den Tanz zu entwickeln, das es bisher in Deutschland nicht gibt. Es soll vor allem historische Film- und Videoaufnahmen zum Tanz enthalten. Sehen Sie hier den Prototyp des Digitalen Atlas Tanz; die erweiterte und modifizierte Version wird im Sommer 2012 zur Verfügung stehen:

www.tanzatlas-deutschland.de

Kon­takt

Antonia Lahmé 

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Franckeplatz 1 
06110 Halle (Saale) 
Tel.: +49 (0)345 2997 117 
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