Humanoide Wesen und Raketenobjekte von internationalen zeitgenössischen Künstler/innen haben das Außengelände und Foyer des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr erobert

Dresden hat mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr eines der sehenswertesten kulturgeschichtlichen Museen in Deutschland. Seit seinem eindrucksvollen Umbau durch den Architekten Daniel Libeskind 2011 gehört es laut New York Times 2013 zu den „41 Places to go“ weltweit. Neben der Dauerausstellung mit Militärtechnik, Schlachtengemälden und Uniformen finden regelmäßig Sonderausstellungen mit zeitgenössischer künstlerischer Ausrichtung statt. Die künstlerischen Installationen im öffentlichen Raum des Arsenalhofs – „Targeted Interventions – haben die Besucher schon vor dem Betreten des Museums auf die Sonderausstellung „Gewalt und Geschlecht“ eingestimmt. Die Ausstellung widmete sich (De-)Konstruktionen von Geschlechterrollen und kulturhistorischen Zuschreibungen im Kontext von Gewalt, Krieg und Militär. Inwiefern lässt sich die Komplexität menschlicher Emotionen anders als im Modell des aggressiven Mannes und der friedfertigen Frau abbilden? Die Arbeiten zeitgenössischer Künstler/innen aus sechs Nationen bildeten einen Kunstparcours mit Objekten, die sich auf unterschiedliche Weise mit Körperlichkeit und Gewalt auseinandersetzten. Mit den der Ausstellung vorgeschalteten Installationen entstand eine Art Fremdkörper im Gesamtkomplex des Museums, der gängige Erwartungen an den Gedächtnisort deutscher Militärtradition irritiert hat.

Künstlerische Leitung: Sarah Sigmund
Künstler/innen: Louise Bourgeois, Birgit Dieker, Guerrilla Girls, Sylvie Fleury (CH), Via Lewandowsky, Steinunn Thórarinsdóttir (IS), Morten Traavik (NO)

  • Termine

    26.04. –
    31.10.2018

    Ausstellung

    Militärhistorisches Museum der Bundeswehr | Dresden

Kon­takt

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Olbrichtplatz 2
01099 Dresden

www.mhmbw.de