Die britische Krone erklärte Australien einst zur Terra Nullius, zum Niemandsland, um den von indigenen Völkern bewohnten Kontinent für sich beanspruchen zu können. Erst 1992 hob das höchste Gericht des Landes Australien jene Erklärung auf und gewährte den Nachfahren der Ureinwohner Landrechte. Doch trotz aller rechtlichen Verbesserungen hat die indigene Bevölkerung bis heute mit Intoleranz gegenüber ihren Rechtsansprüchen zu kämpfen. Auch die rigide Einwanderungspolitik Australiens, das sich nach außen als harmonische und offene Gesellschaft mit reicher kultureller Vielfalt präsentiert, ist Indiz für ein widersprüchliches Selbstverständnis des Landes.
Die Ausstellung Terra Nullius präsentierte aktuelle australische Kunst, die diesen Umstand reflektiert, kritisiert und kommentiert. In Fotografien, Videos, Mixed-Media Installationen, konzeptuellen Kunstwerken, Performances und Texten befassten sich die Künstler/innen mit den Auseinandersetzungen um die Rechte der indigenen Bevölkerung, ihrer sozialen Ausgrenzung und der Missachtung ihrer Kultur.

Künstlerische Leitung: Frank Motz
Ko-Kuratorin: Deborah Kelly (AU)
Künstler/innen: Vernon Ah Kee, Tony Albert, Richard Bell, boat-people.org, Jon Campbell, Destiny Deacon & Virginia Fraser, Tina Fiveash, George Gittoes, Claire Healy & Sean Cordeiro, Gordon Hookey, Dianne Jones, Mike Parr, pvi collective, Tony Schwensen, Merran Sierakowski, Soda_Jerk, SquatSpace, Natascha Stellmach, Judy Watson (alle AU)

Kon­takt

ACC Galerie Weimar

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99423 Weimar

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