Mit „The Present is not Enough“ veranstaltet das Berliner HAU Hebbel am Ufer ein interdisziplinäres Festival, das aktuelle künstlerische Positionen zu Vergangenheit und Zukunft der LGBTIQ*-Community präsentiert. Im Fokus stehen dabei Kunstschaffende aus Mittel- und Osteuropa, Brasilien und den USA. Politischer Rechtsruck und Populismus erzeugen hier ein Klima schwindender Toleranz, das das Leben und Arbeiten queerer Künstler erschwert. Das Festival möchte ihnen Raum geben und es ihnen ermöglichen, gesellschaftspolitische Ideen und Handlungsabsichten zu formulieren. Ausgehend von einer Analyse verschiedener queerer Theorien und Szenen werden utopische Szenarien entwickelt – im Sinne des kubanisch-amerikanischen Wissenschaftlers José Esteban Muñoz: „Queerness ist im Wesentlichen die Ablehnung der gegenwärtigen Realität und das Insistieren auf einer anderen Welt.“
Das Festival umfasst Performances, Tanz, Theater, Bildende Kunst, Film und Musik, eingeladen sind u.a. der renommierte polnische Theaterregisseur Michał Borczuch, der polnische Künstler Karol Radziszewski, die ungarische Filmemacherin Mária Takács, die US-amerikanische Multimedia-Künstlerin Wu-Tsang und das brasilianische Künstlerkollektiv OPAVIVARÁ!. Gerahmt wird das Festival von einem Begleitprogramm mit Künstlergesprächen, Diskussionen und Vorträgen sowie dem Open Call „50 Manifestos for a Queer Future“, der sich an Berliner Kunstschaffende richtet.

*Abkürzung für: Lesbian-Gay-Bisexual-Transgender/Transsexual-Intersexual-Queer

Künstlerische Leitung: Ricardo Carmona (PT)
Theater, Performance, Tanz: Michał Borczuch (PL), Maria Kulikovska (UA), Wu Tsang, boychild und Fred Moten (US), Mehdi-Georges Lahlou (FR/MA) Astrit Ismaili (XK) u.a.
Bildende Kunst: Karol Radziszewski (PL), u.a.
Film: Mária Takács (HU) u.a.

  • Termine

    19.06. –
    30.06.2019

    Festival

    HAU Hebbel am Ufer | Stresemannstraße 29 | Berlin

Kon­takt

HAU Hebbel am Ufer

Stresemannstraße 29
10963 Berlin

www.hebbel-am-ufer.de