Das Science-Fiction-Genre erlebte in den letzten Jahren wieder einen Boom. So kamen allein in den Jahren 2013/2014 eine Vielzahl von Science-Fiction-Filmen ins Kino, die mit hohen Budgets ausgestattet waren und für großen Erfolg an den Kinokassen sorgten. Gleichzeitig scheint sich unsere Gesellschaft in vielen Bereichen in eine Richtung zu entwickeln, die uns wie Science-Fiction erscheinen mag. Die Ausstellung im Filmmuseum Berlin versuchte einen Überblick über das Genre zu geben und nach den Ursachen für den aktuellen Erfolg des Genres zu fragen: Lässt sich ein Zusammenhang zwischen den ökonomischen, ökologischen und sozialen Krisen der Gegenwart und dem Boom des Science-Fiction-Genres erkennen?
Gestaltet war der Ausstellungsparcours als eine Reise: Der erste Teil widmete sich dem Weltall. Im zweiten Teil standen die Landung auf einem fremden Planeten und die Begegnung mit den „Fremden“ (Aliens, Außerirdische) im Mittelpunkt. Der dritte Bereich, „die Gesellschaft der Zukunft“, thematisierte den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, verbunden mit der Frage nach dem sozialen Miteinander. Neben Installationen, die die überwältigenden Bilder, das Design und die Tricktechnik präsentierten oder die Filmsets zum Leben erweckten, wurden Originaldokumente und Requisiten ausgestellt. Präsentationen zum technologischen Forschungsstand und zu aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten bezogen das Genre auf unsere Gegenwart. Eine gemeinsam mit dem Einstein Forum Potsdam konzipierte Tagung lud Vertreter verschiedener Disziplinen (Klima- und Zukunftsforschung, Design und Softwareentwicklung, Robotik und Weltraumforschung) ein, über die Gesellschaft der Zukunft zu diskutieren. 

Künstlerische Leitung: Rainer Rother
Kurator/innen: Peter Mänz, Kristina Jaspers, Vera Thomas, Nils Warnecke, Gerlinde Waz

Museum für Film und Fernsehen, Berlin, 2016
Weitere Stationen: Paris, Toronto

 

Kon­takt

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

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