Vot ken you mach? bedeutet: Was kann man tun? Die Frage ist einem Lied aus den Zwanziger Jahren entnommen, das die Situation der in die USA eingewanderten Juden schildert. Was kann man tun, wenn ringsherum die modernen Zeiten alles verändern? Wie stark lassen sich Traditionen weitertragen, wie zeigt sich die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder einem Kulturraum? Das Projekt suchte aktuelle Antworten auf diese Fragen bei einer Generation junger jüdischer Künstler/innen, Autor/innen, Comiczeichner/innen und Musiker/innen, in deren Arbeiten die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität in besonderer Weise zum Ausdruck kommt. Den Kern des Projektes bildete eine Ausstellung, die in Dresden und Wroclaw zu sehen war. Sie zeigte medienbasierte, installative und zeichnerische Arbeiten von Künstler/innen, die sich mit Identität auf zum Teil abstrakte, zum Teil sehr persönliche Weise beschäftigen. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Lesungen, Gespräche, Konzerte, Workshops und ein Filmprogramm. Eine für Schulen in Sachsen entwickelte mobile Ausstellung sowie ein Rechercheprojekt mit dem Malmö Konstmuseumin Schweden zielten auf eine Wirksamkeit des Projektes über seine Laufzeit in Wroclaw und Dresden hinaus.

Künstlerische Leitung: Christiane Mennicke-Schwarz, Dorota Monkiewicz (PL)
Kuratorisches Team: Valentina Marcenaro, Rafal Jakubowicz (PL)
Künstler/innen: Maya Schweizer (F/ Berlin), Rafal Jakubowicz (PL/ Poznan), Nikola Radic Lukati (IL/ Tel Aviv / Belgrad), Barak Reiser (IL / Frankfurt a. M.), Ruth Novaczek (GB /London), Shira Wachsmann (I /Berlin), Sharone Lifschitz (GB /London), Eduard Freudmann (AU /Wien), Karolina Freino (PL / Wroclaw), Gergely Laszlo (HU/ Berlin / Budapest), Amit Epstein (IL / Berlin), Claire Waffel (GB / Berlin), Yael Bartana (IL /Amsterdam / Berlin), Arye Wachsmuth (D / Wien).

Kon­takt

Kunsthaus Dresden
Städtische Galerie für Gegenwartskunst in Dresden

Rähnitzgasse 8

01097 Dresden

www.kunsthausdresden.de

 

Muszeum Wspolczesne
pl. Strzegomski 2a

53-681 Wrocław

www.muzeumwspolczesne.pl