Der Mensch hat seine Not mit der Arbeit: Mal ist sie zu viel, mal zu wenig, oft ist sie schlecht bezahlt und manchmal gibt es sie gar nicht. Unter Bedingungen von Globalisierung und internationaler Finanzkrise hat sich die Arbeitswelt in einem Ausmaß verändert, dass sich die Vorstellung eines einmal erlernten Berufs, der den Platz des Einzelnen in der Gesellschaft markiert, sein Leben rhythmisiert und individuellen Sinn gibt, heute kaum mehr realisieren lässt.

Doch was ist das eigentlich – Arbeit? Ist sie das, wofür man bezahlt wird? Arbeitet eigentlich ein Tier? Welchem Zweck dient die Arbeit, und wer definiert das? In fünf Rauminstallationen mit multimedialen Inszenierungen, Interviews mit über 100 Menschen, einem Band aus Informationen und einer Spur der Tiere verfolgte die Ausstellung, wie diese Fragen in unserer Gesellschaft beantwortet werden und welche Widersprüche sich dabei ergeben. Sie zeigte schließlich, wie unverzichtbar die Perspektive des Einzelnen ist, wenn wir über die Optionen für die Arbeitswelt von morgen nachdenken.

"Was tun? Über den Sinn menschlicher Arbeit" war eine Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, präsentiert vom Senckenberg Naturmuseum in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Frankfurt im Programm "Arbeit in Zukunft" der Kulturstiftung des Bundes, kuratiert von der Praxis für Ausstellungen (Hürlimann/Lepp/Tyradellis).

Die Kulturstiftung des Bundes widmete sich in ihrem Programm "Arbeit in Zukunft" in den Jahren 2006 bis 2010 den kulturellen Folgen des Wandels der Arbeitswelt. Die verschiedenen Projekte in diesem Programm sollten die Diskussion über ökonomische, politische und soziale Aspekte des Wandels der Arbeit um Impulse aus Sicht von Kunst und Kultur ergänzen und erweitern. Die Ausstellung "Arbeit. Sinn und Sorge", die von Juni 2009 bis Juli 2010 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zu sehen war, bildete den Abschluss des Programms.

Kon­takt

Senckenberg
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