William Forsythe gilt als einer der führenden Choreografen weltweit. Zu seiner künstlerischen Praxis gehören Tanzinstallationen, Performance- und Filmarbeiten sowie die Entwicklung internetbasierter Projekte zum Tanz. In der Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden erarbeitete William Forsythe in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Installation, die Mensch und Maschine miteinander verschmolz und Raumerfahrungen und Bewegungsabläufe im Museum analysierte. Im White Cube der Kunsthalle standen zwei Industrieroboter und bewegten riesige, scharze Fahnen. Die Fahnen verwandelten den digitalen Algorithmus, der die Roboter steuerte, in eine gestische Bewegung im Raum, die ebenso beherrscht wie unkontrolliert erschien, schwerelos und gravitätisch zugleich. Neben der raumgreifenden Installation in der Halle wurden in den Kabinetten zwei Videoarbeiten Forsythes gezeigt: "Bookmaking" (2008), worin Forsythe versucht, ein Buch mit seinem eigenen Körper zu drucken, wurde für die Ausstellung neu editiert.
Das experimentelle Projekt warf Fragen zur musealen Praxis des Ausstellens auf: Welche Bedeutung kommt situativen und performativen Kunstwerken in einem Museum zu? Wie beeinflussen choreografische Objekte die Rezeption von konventionell im Museum ausgestellter, statischer Kunst? Ein museumspädagogisches Programm, Workshops und Vorträge begleiteten das Projekt.

Künstlerische Leitung: Hartwig Fischer
Kuratoren: Mathias Wagner, Gwendolin Kremer; Producer: Julian Richter
Künstler: William Forsythe

Kon­takt

Kunsthalle im Lipsiusbau

Brühlsche Terasse

01067 Dresden

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