Gemeinsam mit dem Kunsthaus Bregenz stellte das Museum Ludwig in Köln mit der 1934 in San Francisco geborenen Yvonne Rainer eine der international führenden Choreografinnen, Tänzerinnen und Filmemacherinnen vor. Bereits zu Beginn der 1960er Jahre zog Rainer die Aufmerksamkeit der New Yorker Tanzszene mit Choreografien auf sich, in denen sie durch das Einbinden von Alltagsgesten und -handlungen eine neue Ausdruckssprache entwickelte.
Ihre zwischen 1976 und 1996 realisierten Filme, in denen sich Rainer mit politischen Themen und feministischen Fragen beschäftigte, zählen heute zu herausragenden Beispielen der Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts. Seit 2000 choreografiert Yvonne Rainer wieder eigene Stücke, in denen sie Populärkultur, Sport- und Tanzgeschichte sowie frühere Arbeiten aufgreift.
Auch wenn sich dem umfangreichen Werk Rainers bereits in Filmretrospektiven angenähert wurde, stand eine Gesamtschau, wie sie in diesem Ausstellungsprojekt unternommen wurde, bislang aus. Die Ausstellung ergänzte die Arbeiten Rainers um dokumentarisches Material wie Aufzeichnungen oder Fotos, um einen tiefergehenden Einblick in die Arbeitsweise der Künstlerin zu geben. Das Begleitprogramm umfasste neben einer Filmretrospektive auch die Einstudierung und Performance des Werkes Trio A sowie Vorträge, Gespräche und Veranstaltungen für Lehrer und Kinder.

Kuratoren: Barbara Engelbach, Yilmaz Dziewior, Künstlerin: Yvonne Rainer (US)
Ein umfangreiches ergänzendes Programm mit Filmen, Lecture Performances etc. wird sowohl in Bregenz als auch in Köln angeboten.

Kon­takt

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz

50667 Köln

www.museum-ludwig.de