ZERO nannte sich eine internationale Gruppe von Künstlern der Nachkriegszeit, die 1958 von Heinz Mack und Otto Piene in Düsseldorf gegründet wurde und bis 1966 existierte. Neben der Kerngruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker entstand ein weiterer Kreis von internationalen Künstlern aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien, Japan, Südamerika und der Schweiz.

ZERO kehrte bewusst Strategien der jüngsten Vergangenheitsbewältigung den Rücken, wollte ästhetisch und ideologisch „bei Null“ beginnen und mit einer optimistischen und idealistischen Grundhaltung Veränderungen in Richtung einer neuen ästhetischen Sensibilisierung bewirken. ZERO propagierte eine puristische Ästhetik und orientierte sich an den monochromen Bildern von Yves Klein, Piero Manzoni und Lucio Fontana. Klang, Licht und Bewegung sollten mit räumlicher und farblicher Gestaltung in Verbindung treten. Die ZERO-Gruppe experimentierte mit Malerei, Installationen, Performances und Happenings.
Die ZERO-Künstler, zu deren Kreis neben den Gründern Yves Klein, Jean Tinguely, Hans Haacke, Oskar Holweck, Hans Salentin und Daniel Spoerri gehörten, veranstalteten eine ganze Reihe von so genannten Abendausstellungen und gaben 1963 das Manifest „ZERO der neue Idealismus“ heraus, das Anleihen bei dadaistischen und futuristischen Positionen machte. ZERO war die erste Künstlergruppe aus Deutschland, die Anfang der 1960er Jahre mit Ausstellungen in New York und Washington auch in den USA große öffentliche Aufmerksamkeit erreichte.

Die Ausstellung, die in New York, Berlin und Amsterdam gezeigt wurde und einen Überblick über das Schaffen und die Aktivitäten der Gruppe gab, vereinigte insgesamt 40 Künstler, davon 11 Positionen aus Deutschland. Zum ersten Mal überhaupt wurden Werke der internationalen ZERO-Bewegung in diesem Umfang zusammengetragen, was ohne die Unterstützung des Guggenheim Museums in New York und des Stedelijk Museums in Amsterdam nicht möglich gewesen wäre. Die künstlerische und wissenschaftliche Leitung des Projekts wurde dem Kunsthistoriker und derzeitigen Direktor des Moderna Museet in Stockholm, Daniel Birnbaum, übertragen, der zusammen mit einem internationalen Team die Ausstellung kuratierte.

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Künstlergesprächen, Konzerten, einem Vermittlungsprogramm für Kinder und einem großen Symposium ergänzte die Ausstellung in Berlin. Der Projektträger, die in Düsseldorf ansässige ZERO Foundation, wollte mit dieser Ausstellung, einer der größten und wichtigsten globalen Künstlerbewegungen der Nachkriegszeit auch in Deutschland, wo sie ihren Anfang nahm, gebührende Aufmerksamkeit verschaffen.

Künstlerische Leitung: Daniel Birnbaum (SE)
Kuratoren: Stefan Schneider, Valerie Hillings (US), Margriet Schavemaker (NL),
Mattijs Visser
Künstler/innen: Hermann Bartels, Gianni Colombo (I), Hans Haacke, Oskar Holweck, Hermann Goepfert, Gotthard Graubner, Walter Leblanc, Adolf Luther, Uli Pohl, Hans Salentin, Nanda Vigo (I)

Weitere Ausstellungsorte:

New York, Solomon R. Guggenheim Museum, 01.09.14 - 25.01.15
Amsterdam, Stedelijk Museum, 05.07. - 04.10.15

Film­trai­ler zur Aus­stel­lung

Kon­takt

ZERO foundation

Zollhof 11

40221 Düsseldorf

www.zerofoundation.de