Zeitgenössische Kunst aus dem arabisch-persischen Raum und insbesondere das Werk arabischer Künstlerinnen sowie aus dem Iran ist in Deutschland bisher wenig bekannt. Die Ausstellung am Museum Marta Herford versammelt deshalb Arbeiten von neun international renommierten Künstlerinnen aus dem Mittleren Osten und Nordafrika, die Einblicke in diesen ästhetischen Kosmos, seine Formate und Erzählweisen erlauben. Die ausgewählten künstlerischen Positionen reflektieren und vermitteln die aktuellen gesellschaftlich-kulturellen Konfliktzonen zwischen arabischer und westlicher Welt und sind zugleich Zeugnisse sehr persönlicher Erfahrungen im eigenen Land oder im Exil.
So erzählen Künstlerinnen wie Moufida Fedhila (Tunesien), Lamia Joreige (Libanon) und Ala Jounis (Jordanien) in Videos, Fotografien und Installationen von Heimat und ihrem Verlust, von der Erfahrung des Fremdseins und hybriden Identitäten. Ihre Arbeiten setzen sich mit der politischen Situation im Nahen und Mittleren Osten auseinander und kreisen um die Abbildbarkeit von Grenzen, Territorien und Durchgangsstationen. Sie hinterfragen Körperbilder, kulturelle Zuschreibungen und konfrontieren etablierte künstlerische Produktions- und Distributionssysteme mit neuen Bild- und Interpretationswelten. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit mehrsprachigen Begegnungsformaten, Vorträgen und Workshops ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihren Werken und künstlerischen Biografien.

Künstlerische Leitung: Roland Nachtigäller
Künstler/innen: Arwa Abouon (LY), Mounira Al-Solh ( LB),  Morehshin Allahyari (IR), Sama Alshaibi (IQ), Moufida Fedhila (TN), Saba Innab (JO), Ala Jounis (JO), Lamia Joreige (LB), Amina Menia (DZ)

  • Termine

    24.06. –
    24.09.2017

    Ausstellung

    Marta Herford | Herford

Kon­takt

Marta Herford

Goebenstr. 2–10
32052 Herford

www.marta-herford.de