A Room without Walls (AT)

Eine Kooperation zwischen Künstlerhaus Mousonturm, LIGNA, Alejandro Ahmed, Eisa Jocson, Ghida Hachicho, Zentrum Zeitgenössischer Tanz / Hochschule für Musik und Tanz Köln und Goethe-Universität Frankfurt – gefördert im Fonds Jupiter

Projektbeschreibung

Im Unterschied zu den darstellenden Künsten für erwachsenes Publikum sind für die junge Sparte internationale, teils mehrere Kontinente umspannenden Kooperationen bisher kaum erprobt. Dabei wäre es insbesondere für junge Menschen angesichts globaler Herausforderungen für die Zukunft wichtig, Modelle für eine kollaborative Praxis zu entwickeln, im Rahmen derer unterschiedliche Standorte und Kontexte problematisiert, aber auch gemeinsame Perspektiven gesucht werden können. Mit dem internationalen Radioballett „A Room without Walls“ (AT) möchten das Künstlerhaus Mousonturm und das Medien- und Performancekunstkollektiv LIGNA gemeinsam mit internationalen Choreografinnen und Choreografen eine neue vernetzte Arbeitsweise entwickeln und einen Raum schaffen, in dem sich Kinder an verschiedenen Orten auf der Welt über ihre gemeinsame Zukunft austauschen können.

Alejandro Ahmed aus Florianópolis/Brasilien, Ghida Hachicho aus Beirut/Libanon und Eisa Jocson aus La Union/Philippinen entwickeln an ihren jeweiligen Arbeitsorten gemeinsam mit einer festen Gruppe von Kindern Themen, Inhalte und choreografisches Material für „A Room without Walls“ (AT). So treffen einerseits unterschiedliche choreografische Handschriften, andererseits verschiedene Kontexte aufeinander, wodurch globale Lebenszusammenhänge und Verbindungen über körperliche Imaginationsräume in Beziehung zueinander gesetzt werden. Die entstandenen Elemente werden mit den beteiligten Choreografinnen und Choreografen geteilt, mit den Kindern weiterbearbeitet und schließlich zu einem Skript zusammengestellt, das in fünf Sprachen vertont wird.

Aufführungen des Stücks finden in Form des von LIGNA entwickelten Genres Radioballett statt, das von seinem Publikum über Kopfhörer rezipiert und aufgeführt wird. Durch die Unabhängigkeit von der Infrastruktur eines Theaterbaus kann die Produktion mit relativ geringem Aufwand auch an anderen Orten der Welt präsentiert werden. Ziel ist es, möglichst viele Kinder mit dem Format in Kontakt zu bringen und sie einzuladen, sinnliche und motorische Handlungsräume zu erobern.

Als teilnehmende Beobachter*innen sind Studierende der Goethe-Universität Frankfurt und des Zentrums Zeitgenössischer Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln an „A Room without Walls“ (AT) beteiligt. In Seminaren und Workshops beschäftigen sie sich gemeinsam mit LIGNA mit dem konzeptionellen Hintergrund der Kooperation, z. B. mit der Frage, wie verbindliche Kollaboration bei körperlicher Abwesenheit der Beteiligten realisiert werden können.

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