Das Auto ist mehr als nur bloßes Fortbewegungsmittel: Statussymbol Nummer eins, Inbegriff von Mobilität und Zeichen für Freiheit und Geschwindigkeit. Als derart emotional aufgeladenes Objekt ist das Auto aber zugleich auch ein hochkomplexes technisches Produkt. Der Erotik seines Lacks steht die Routine seiner Fertigungsprozesse gegenüber. Der grenzenlosen Freiheit das Sekundenkorsett des Monteurs.
Tempo und Transit - Ford und Taylor: Auto ist der treibende Motor industriellen Fortschritts, ist die Speerspitze technischer Rationalisierungsprozesse. Jeder siebte Arbeitsplatz hängt in Deutschland an der Autoindustrie. Die Nachrichten über ihre stillstehenden Bänder werden als Indikator der gesamtwirtschaftlichen Krise gelesen - geht es Deutschland schlecht, geht es der Autoindustrie schlecht und umgekehrt.
Das Projekt "Auto" stellte die Frage nach dem Verhältnis von Produktion und Konsument: Wie viel Arbeitsaufwand steckt in der Herstellung des Traumautos und: Wie viel Arbeit wendet sein Besitzer dafür auf? "Auto" war ein Theaterabend zwischen Simulation und Fertigung. Im seriellen Arbeitstakt konnten die Zuschauer ihr Traumauto entwickeln. Das HAU wurde zur Fertigungsstraße und Geburtsstätte einer neuen Marke.

Mit: Caroline Peters, Jana Supka, Arnd Klawitter u.a.
Text und Regie: Gesine Danckwart
Bühne: Doris Dziersk
Kostüme: Nadine Grellinger
Video: Victor Morales
Dramaturgie / Produktionsleitung: Julia Schreiner

Kon­takt

Hebbel am Ufer

Stresemannstr. 29

10963 Berlin

www.hebbel-am-ufer