Hajusom ist ein vielfach ausgezeichnetes Performancekollektiv aus Hamburg, das seit 1999 mit Künstlerinnen unterschiedlicher Genres innovative szenische und installative Formate entwickelt. Es versteht sich als transkulturelles Ensemble von Künstlern und Künstlerinnen aus Ländern wie z.B. Burkina Faso, Iran, Afghanistan, Nigeria, Chile oder Mali.
Als Auftakt eines dreijährigen Themenzyklus beschäftigte sich Hajusoms Produktion AZIMUT mit den Themen Kolonialismus und Erinnerung sowie der kritischen Untersuchung postkolonialer Verstrickungen. Die Performance setzte bei den persönlichen Erinnerungen der Performerinnen und ihren von Migration und Flucht geprägten Lebensgeschichten an. In der größten Halle auf Kampnagel entstand eine raumgreifende Installation, in der individuelle und kollektive Erinnerungsräume sicht- und hörbar wurden: von der Inszenierung eines Objekts in einem schlichten Zimmer über hyperrealistische Szenarien bis zu unwirklichen Traum-Räumen wie elastischen Zimmern, nebligen Kammern und Räumen, die auf dem Kopf stehen. Die Performer von Hajusom bespielten den Parcours, durch den sich die Zuschauer frei bewegen konnte, mit musikalischen und performativen Soli, Reenactments oder choreografierten Sequenzen.
Ein begleitendes Symposium in Kooperation mit dem ehemaligen Museum für Völkerkunde MARKK Hamburg diskutierte den Umgang mit dem kolonialen Erbe der Hansestadt und verstand sich auch als Beitrag zur angestrebten inhaltlichen Neupositionierung des Hauses. Ein weiteres Symposium fand in Kooperation mit der AG Dekoloniale Ästhetiken der Berliner Universität der Künste in den Sophiensælen in Berlin statt. Für die Gastspiele im FFT Düsseldorf und im Theater im Pumpenhaus Münster wurde das installative Format an die jeweiligen Räumlichkeiten angepasst.

Eine Koproduktion von Hajusom, Kampnagel Hamburg, Sophiensaele Berlin, Theater im Pumpenhaus Münster und FFT Düsseldorf, in Kooperation mit OTHNI-Laboratoire (CM) und Latai Taumoepeau (TO), Museum für Völkerkunde Hamburg

Künstlerische Leitung, Regie: Dorothea Reinicke, Ella Huck
Mitarbeit Konzept, Co-Regie: : Latai Taumoepeau (TO), Martin Ambara (CM)
Performer, Autoren: Hajusom Transnationales Ensemble (AF, BJ, BU, CL, EG, GH, IR, ML, NG)
Raum-Installation, Kostüm: Michael Böhler, Markus Lohmann
Video: Adnan Softic (BA)
Choreographie: Josep Caballero Garcia (ES), Jochen Roller
Musik-Konzept, Komposition: Viktor Marek
 

Termine Residenzen, Gastspiele und Symposien:

Residenz Latai Taumoepeau, Kampnagel Hamburg: 1.–14.8.2018;
Residenz Martin Ambara, Kampnagel Hamburg: 1.–10.10.2018;
Symposium 1, Museum für Völkerkunde, Hamburg: 9.–10.2.2019;
Gastspiel, Theater im Pumpenhaus, Münster: 17.–18.5.2019;
Gastspiel, Forum Freies Theater, Düsseldorf: 31.5.–1.6.2019;
Symposium 2, Sophiensæle, Berlin: 10.–13.10.2019

  • Termine

    27.03. –
    30.03.2019

    Aufführungen

    Kampnagel k6 | Hamburg

Kon­takt

Hajusom e.V.- transnationale Kunst in Hamburg

Feldstraße 66
20359 Hamburg

www.hajusom.de