Im Spannungsfeld von Politik und Deindustrialisierung beschäftigt sich LUNATIKS mit der Entwicklung der „blühenden Landschaften“ und dem Zusammenhang zwischen dem Versprechen von einst und der aktuellen politischen Lage. Gemeinsam mit dem Theater Brandenburg und dem Schlossplatztheater Köpenick sucht das Projekt in zwei Recherche- und einem Jugendprojekt nach Geschichten, die diese Entwicklung auf individuelle Weise erzählen. Wenn etwas geht, was bleibt? Wie und womit füllen sich die entstandenen Leerstellen, architektonisch wie mental?

„Durch eine gemeinsame Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt.“

(Helmut Kohl, 1990)

Von Herbst 2018 bis Frühjahr 2019 startet eine intensive Recherchephase in Brandenburg und Köpenick, um die jeweiligen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der sozialen, politischen, wirtschaftlichen und architektonischen Veränderungen seit der Wende zu untersuchen. Neben alten Anwohnerinnen, neu Zugewanderten, Politikern und anderen Berufsgruppen werden auch Mitarbeiterinnen der Theater ins Gespräch kommen. Mit der Technik eines für das Theater neu gedachten mobilen „Writers Room“ entstehen drei seriell gekoppelte Stücke, die lokale Themen mit generellen Fragen nach Identität, kollektiver Erinnerung und dem physischen Erbe der industriellen Entwicklung verbinden.

BLÜHENDE RANDSCHAFTEN I / Wie der Stahl gehärtet wurde – Die Entwicklung der Stahlindustrie in Brandenburg seit der Nachkriegszeit und Prozesse des Vergessens und Überschreibens im Stadt- und Landschaftsbild.

BLÜHENDE RANDSCHAFTEN II / Die letzten Kommunisten – Die Suche nach den Überlebenden der großen Ideologien.

BLÜHENDE RANDSCHAFTEN III / Stadt_Ionen – Die Kunst des „City-Tellings“: Das Finden, Sammeln und Aufdecken von persönlichen Geh-Wegen und der damit verbundenen individuell erzählten Stadtgeschichte.

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