Bodies, un-protected

Internationale Programmreihe zu Körpern, Kunst und Schutz

Die Vollversion des dekorativen Hintergrundbildes dieses Elements anzeigen.

Projektbeschreibung

Körper sind zentrale Austragungsorte von ideellen und ideologischen Konflikten. Als Projektionsflächen und Symbolträger, als Zeugen und Handelnde werfen sie die Frage auf: Welche Körper sind (uns) schützenswert und auf welcher Grundlage? Die Art des gewährten Schutzes unterscheidet sich je nach Körper: Bei den einen geht es um die bloße physische Unversehrtheit, bei den anderen wird auch die symbolisch-metaphorische Integrität mitgedacht. Die Art und Weise, wie wir Körper wahrnehmen und sie in Bilder, Bewegungen, Worte und Ideen übersetzen, ist eng an ihre Handlungsfähigkeit gebunden. Die zugestandene Schutzwürdigkeit ist verknüpft damit, wie wir Hautfarben, Gesten, körperliche Markierungen von Klasse, Alter, Geschlecht und Ethnizität interpretieren. In diesem Deutungsprozess spielt Kunst eine wichtige Rolle: Sie kann einerseits Sichtbarkeit für verschiedene Körper und ihre Schutzbedürftigkeit herstellen und andererseits beobachtbar, erfahrbar und beschreibbar machen, wie normative Zuschreibungen Schutz für einen Körper gewähren oder verweigern.

Diese Verbindung zwischen Ästhetik und gesellschaftspolitischem Handeln nimmt die Programmreihe „Bodies, un-protected“ am Künstlerhaus Mousonturm in den Blick, bei der künstlerische Produktion, Präsentation, Reflexion, Vermittlung und Dokumentation ineinandergreifen. Im Zentrum der Reihe steht die Entwicklung und Präsentation von vier Auftragsarbeiten zum Komplex Körper und Schutz, die von interdisziplinären Teams bestehend aus Künstlern und Expertinnen aus verschiedenen Feldern entwickelt werden. Um das Thema möglichst multiperspektivisch zu beleuchten, sind neben den Programmen in Frankfurt vier weitere internationale Veranstaltungsmodule geplant. Außerdem werden über Fellowships und studentische Labs jüngere Zielgruppen eingebunden, die im Sinne des kollektiven Lernens an den künstlerischen und diskursiven Prozessen teilnehmen.


Künstlerische Leitung: Sandra Noeth
Künstlerinnen/Projektbeteiligte: Basel Abbas, Ruanne Abou-Rahme, Omar Al-Dewachi, Núria Güell, Bharati Kapadia, Shahram Khosravi, James Martel, Sophie Mendelsohn, Hakan Topal u.a.

Termine

  • 6. Juli, 2022 bis 10. Juli, 2022: Abschlussveranstaltungsprogramm

    Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main

  • 7. März, 2022 bis 26. Juni, 2022: Veranstaltungsmodule

    diverse Städte

  • 11. November, 2021 bis 14. November, 2021: Auftaktveranstaltungsprogramm

    Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main

Kontakt

Künstlerhaus Mousonturm

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main
www.mousonturm.de (externer Link, öffnet neues Fenster)