Das Festival „Foreign Affairs" der Berliner Festspiele hat eine neue Reihe eröffnet, die in den nächsten Jahren − zwischen bildender Kunst, Theater und Theorie − Befragungen zu unterschätzten Phänomenen unserer Gegenwart durchführt. Zum Auftakt ging es um eine Lieblingsbeschäftigung des Spielers: Die Wette. Was ist das Potential der Wette heute? Was heißt es, die Wette als Phänomen unserer Gegenwart in den Blickpunkt zu nehmen und ihre Prinzipien offensiv gelten zu lassen? Was ist dabei der Einsatz? Die Wette ist ein Handlungs- und Beziehungsmuster, das auf Glauben beruht und dabei nicht kausal strukturiert ist, sondern immer kontingent bleibt – ein Spiel mit Zufall und Risiko, das die Hoffnung auf die Maximierung des eigenen Glücks ausdrückt. „Foreign Affairs" stellte zum Thema Wette in Kooperation mit den KW Institute for Contemporary Art eine Untersuchung über Zweifel, Kontingenz und Sinn an. Zum Format „Focus: Wette" gehörten ein Performancewochenende in den KW und im Haus der Berliner Festspiele sowie verschiedene Projekte während der gesamten Festivaldauer.

Künstlerischer Leiter: Matthias von Hartz
Mitwirkende Künstler & Theoretiker: Pieter de Buysser (Brüssel)/ Armin Chodzinsky feat. Nis Kötting (Hamburg)/ Jochen Dehn (Paris)/ Elena Esposito (Bologna)/ Forced Entertainment (Sheffield)/ William Forsythe (Frankfurt)/ Nikolaus Gansterer (Wien)/ Hadley+Maxwell (Berlin)/ Chris Kondek (Berlin)/ Johannes Kreidler (Berlin)/ Barbara Matijevic (Zagreb/Brüssel)/ Daniel Tyradellis & Joseph Vogl (Berlin)/ geheimagentur (Hamburg) & Joshua Sofaer (London)/ Johannes Paul Raether feat. Ute Waldhausen (Berlin)/ Michael Portnoy (New York)/ Reactor (Nottingham)/ Saskia Sassen (London, New York)/ Richard Sennett (London, New York)/ Santiago Sierra (Madrid)/ Janek Simon (Krakau)/ Cally Spooner (London) u.v.a.

Kon­takt

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24

10719 Berlin

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