Die argentinische Regisseurin Lola Arias gilt als Star des Dokumentartheaters. Mit ihren Inszenierungen war sie sowohl in Südamerika zu sehen als auch an verschiedenen deutschen Theatern wie den Münchner Kammerspielen, dem HAU in Berlin oder dem Theater Bremen. Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Festivals wie den Wiener Festwochen, dem Festival d’Avignon oder dem Theater Spektakel Zürich gezeigt. In ihren jüngsten Inszenierungen hat sie unter anderem mit Kriegsveteranen und mit Geflüchteten gearbeitet. Ihre Regie zeichnet sich durch sensible Recherchen und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Lebensgeschichten ihrer Darsteller aus.
Für ihre neue Produktion „Futureland“ recherchiert sie die Lebenssituation minderjähriger unbegleiteter Geflüchteter in Deutschland. Im Vordergrund stehen dabei nicht deren Fluchtgeschichten und die einzelnen Schicksale, sondern der Aufnahmeprozess: Auf welche Welt treffen die Kinder und Jugendlichen, wenn sie nach Deutschland kommen? Die Produktion reflektiert sowohl die individuellen Hoffnungen und Erwartungen der Jugendlichen als auch ihre Verunsicherung angesichts der gesellschaftlichen Anforderungen.
Arias entwickelt das Stück gemeinsam mit mit Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die alleine aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Guinea, Bangladesch nach Deutschland gekommen sind. Auf der Bühne werden schließlich sowohl Schauspielerinnen des Maxim Gorki Ensembles stehen als auch die Jugendlichen selbst.

Künstlerische Leitung: Lola Arias (AR)

Mit: Mamadou Allou Diallo, Ahmad Azrati, Fabiya Bhuiyan, Mohamed Haj Younis, Bashar Kanan, Sagal Odowa, May Saada, Sarah Safi

  • Termine

    18.10. –
    20.10.2019

    Aufführungen

    Maxim Gorki Theater | Berlin

Kon­takt

Maxim Gorki Theater

Am Festungsgraben 2
10117 Berlin

gorki.de