Mit dem Projekt „House of German Angst“ gehen die Performancegruppe SKART, das Stadttheater Gießen und das Theater Münster gemeinsam auf eine künstlerische Suche nach der GERMAN ANGST 2020. Diese Suche entwickelt sich zu einer radikalen Bestandsaufnahme von Angstbildern zwischen gesellschaftlichen Großängsten und individueller Sorge. Dafür werden zwei uralte performative Angst-Formate neu interpretiert: das Gruselkabinett und das Austreibungsritual.

Zunächst entwickelt SKART eine begehbare Theaterinstallation: das „House of German Angst“. Was ist eigentlich Angst? Eine diffuse Sorge? Ein politisches Machtmittel? Eine evolutionsbiologische Überlebensstrategie? SKART schafft mit diesem Theaterprojekt einen Erfahrungsraum, ein performativ bespieltes Archiv deutscher Ängste. Das Publikum wird auf einen kathartischen Schreckenstrip geschickt, der die Frage nach dem konstruktiven Potential von Angst für unsere Gesellschaft stellt.

Für "Seele essen Angst auf" legen SKART und sein Partnerkollektiv MOBILE ALBANIA gemeinsam mit der Münsteraner Bevölkerung eine Kartografie der Ängste an. Hierfür zieht eine Maschine durch den Stadtraum von Münster und materialisiert individuelle Albträume, Schreckgespenster und Sorgen der Menschen. Zum Abschluss laden die Künstlergruppen zu einer Versammlung der besonderen Art ein: In einem Ritual im nahen Wald begegnen die Teilnehmer ihren Ängsten und stellen sich die Frage, wie diese gebannt werden können.

  • Termine

    16.10. –
    17.10.2020

    Uraufführung: Seele essen Angst auf

    Phase im Stadtraum: 13. – 27.08.2020

    Theater Münster | Münster

    16.09. –
    19.09.2020

    Premiere & Aufführungen: House of German Angst

    Stadttheater Gießen | taT-studiobühne | Gießen

Kon­takt

SKART Schröppel Karau Art Repetition Technologies

www.skartskart.com